19.11.2018, 11:44 Uhr

Im Schnitt um vier Prozent Die Stadtwerke Kelheim erhöhen den Strompreis

(Foto: ginasanders/123RF)(Foto: ginasanders/123RF)

Die gute Nachricht zuerst: Zum Januar 2019 sinkt die EEG-Umlage, von derzeit 6,792 Cent pro /kWh auf künftig 6,405 Cent pro kWh. Grund dafür ist unter anderem, dass Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien mittlerweile besser im Markt integriert sind und die Subvention durch den Staat daher abnimmt.

LANDKREIS KELHEIM Dagegen steht jedoch ein deutlicher Anstieg der Offshore-Umlage (um 0,379 Cent pro kWh) sowie der Netzentgelte um einen Cent pro kWh, die diese positive Entwicklung abfangen. Zudem ist in den vergangenen Monaten der Preis für Strom selbst an der Strombörse EEX gestiegen.

„Die Kostendifferenz durch den gestiegenen Marktpreis für Strom haben wir, die Stadtwerke Kelheim, in den vergangenen Monaten für unsere Kunden übernommen“, erklärt Vertriebsleiter Edgar Stockmeier. Zum Januar 2019 fließen die höheren Preisbestandteile dann wieder in den Strompreis der Kunden ein. Daher steigt der Strompreis für Stadtwerkekunden im Schnitt um vier Prozent an.

„Diese Kostensteigerung geben wir nur ungern an unsere Kunden weiter“, beton Edgar Stockmeier. Der Kostenblock „Steuern, Abgaben und Umlagen“ wie auch die staatlich regulierten Netzentgelte werden von der Politik vorgegeben. Auf deren Entwicklung haben die Stadtwerke keinen Einfluss. „Das ist besonders ärgerlich, da diese beiden Kostenblöcke mittlerweile den Großteil des Strompreises ausmachen. Bei unserem Kelheim.BasisStrom sind es bereits satte 73 Prozent.“

Dennoch werben die Stadtwerke Kelheim um Verständnis, denn die Abgaben haben selbstverständlich einen Grund und ihre Berechtigung. Die Netzentgelte zum Beispiel werden von den Netzbetreibern genutzt um die Stromnetze intakt zu halten und auszubauen. Neben den bundesweiten und überregionalen Netzbetreiber wie Tennet und Bayernwerk, erhalten auch die Stadtwerke als Netzbetreiber in Kelheim einen Teil dieser Entgelte, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Sichtbar wird ihre Verwendung vor Ort zum Beispiel beim Abbau der Dachständer. Die Entgelte finanzieren das Verlegen von leistungsfähigen Erdkabeln und die Instandhaltung der Infrastruktur zu beiden Seiten der Donau. „Netzentgelte zahlt jeder Verbraucher ganz gleich ob Stadtwerkekunde oder nicht, denn jeder Verbraucher nutzt das Stromnetz“, erläutert Edgar Stockmeier.


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