09.10.2018, 15:31 Uhr

Hilfe für stationäre Wohnheime Florian Oßner zu Gast im Cabrini-Zentrum Offenstetten

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner lobte die Arbeit von Johannes Magin, Leiter der Abteilung Teilhabeleistungen der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg, und Dr. Bernhard Resch, Leiter des Cabrini-Zentrums Offenstetten bei Abensberg, sowie von Betreuerin Ilona Schwarz mit dem Cabrini-Bewohner Eugen König. (Foto: Büro Oßner)Bundestagsabgeordneter Florian Oßner lobte die Arbeit von Johannes Magin, Leiter der Abteilung Teilhabeleistungen der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg, und Dr. Bernhard Resch, Leiter des Cabrini-Zentrums Offenstetten bei Abensberg, sowie von Betreuerin Ilona Schwarz mit dem Cabrini-Bewohner Eugen König. (Foto: Büro Oßner)

Der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner (CSU) hat sich am Freitag, 5. Oktober, im Cabrini-Zentrum in Offenstetten mit Vertretern der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) Regensburg über die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) bei der Betreuung von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung ausgetauscht.

OFFENSTETTEN Zentraler Punkt des Gesprächs mit Johannes Magin, KJF-Abteilungsleiter Teilhabeleistungen, und Dr. Bernhard Resch, Leiter des Cabrini-Zentrums, waren finanzielle Belastungen für die Träger heil- und sonderpädagogischer Einrichtungen, die dazu führen könnten, dass die Bewohner nicht mehr umfassend pädagogisch und medizinisch begleitet werden, sondern nur noch in klassischen Pflegeheimen untergebraucht werden.

„So wie das Bundesteilhabegesetz derzeit ausgelegt wird, besteht das Risiko, dass viele Träger ihre stationären heil- und sonderpädagogischen Wohnheime aus finanziellen Gründen in reine Pflegeheime umwandeln“, sagte Magin. Denn aktuell gebe es eine Finanzierungslücke für den Unterhalt der Gebäude, welche die Träger auch mit Unterstützung der Kommunen auf Dauer nicht ausgleichen könnten. „Der Bund sollte sich stärker an dieser Finanzierung beteiligen oder sich für eine tragfähige Lösung einsetzen.“

„Menschen brauchen zweiten Lebensort“

Die Folge einer Umwandlung von Einrichtungen wie des Cabrini-Hauses in Pflegeheime wäre unter anderem, dass die Bewohner zum Beispiel die Werkstätten der Katholischen Jugendfürsorge nicht mehr besuchen könnten. „Dabei ist es gerade auch für diese Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wichtig, einen zweiten Lebensort zu haben“, sagte Resch. „Sie brauchen einen Ort, an dem sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden und etwas leisten zu können. Nur dann kann man von gesellschaftlicher Teilhabe für diese Menschen sprechen.“

Oßner sagte zu, sich mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Verbindung zu setzen, um zu klären, ob zum Beispiel die Pflegeversicherung einen größeren Beitrag beim stationären Wohnen für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung leisten könne. Außerdem wolle er Kontakt mit den kommunalen Spitzenverbänden aufnehmen, um eine tragfähige, gemeinsame Finanzierung von Bund, Kommunen und Trägern zu diskutieren.

Oßner lobte die engagierte Arbeit vor Ort und den herzlichen Umgang der Betreuer mit den Bewohnern: „Einrichtungen wie das Cabrini-Haus in Offenstetten leisten unverzichtbare Arbeit für Menschen mit Behinderung. Sie geben ihnen nicht nur eine Heimat, sondern auch ein gutes Gefühl sowie passende Arbeitsmöglichkeiten und damit einen angemessenen Platz in unserer Gesellschaft, deren Wert nur daran gemessen werden kann, wie man mit den Schwächsten umgeht. Dieses Angebot muss deshalb auch für die Zukunft sichergestellt werden.“


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