24.07.2018, 15:29 Uhr

Zu besuch bei Erhard Grundl Politisch interessierter Bürger aus Niederbayern reisten nach Berlin

Die Gruppe mit MdB Erhard Grundl bei ihrem Besuch im Deutschen Bundestag auf der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude. (Foto: Büro Grundl)Die Gruppe mit MdB Erhard Grundl bei ihrem Besuch im Deutschen Bundestag auf der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude. (Foto: Büro Grundl)

Zum zweiten Mal konnte Erhard Grundl, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion und Abgeordneter für Niederbayern, eine Gruppe politisch interessierter Bürger aus Niederbayern an seinem Arbeitsort in Berlin begrüßen.

NIEDERBAYERN „Europa ist nicht nur eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Die EU sichert seit über 70 Jahren den Frieden und steht für unsere Freiheit. Europa ist eine Wertegemeinschaft, in der nicht nur Geld, sondern auch Verantwortung verteilt wird. Wer heute lautstark die Abschottung der Nationalstaaten fordert, hat weder die Geschichte verstanden noch die Veränderungen in der Welt. Und die Welt wird nicht warten, bis auch der Letzte bemerkt hat, dass mit den Konzepten der Vergangenheit die Zukunft nicht zu gewinnen ist.“

Auf Einladung von Erhard Grundl befanden sich zum zweiten Mal 50 politisch interessierte Bürger aus seinem Wahlkreis Straubing, aus Landshut und ganz Niederbayern in Berlin. Neben dem einstündigen, intensiven Austausch mit dem grünen Abgeordneten standen viele weitere Punkte auf dem Programm der politischen Bildungsfahrt.

So ging es im Rahmen einer Stadtführung etwa um den 17. Juni 1953. Früher als „Tag der deutschen Einheit“ ein Feiertag, ist er heute als „Nationaler Gedenktag des deutschen Volkes“ im Kalender. Damals kam es in der DDR zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen verbunden waren. Dieser Aufstand wurde von der Sowjetarmee gewaltsam niedergeschlagen; 34 Demonstranten und Zuschauer starben. In der Karl-Marx-Allee, dem damaligen Ursprungsort, tauchte man noch einmal in die Geschichte des Aufstandes vom 17. Juni ein.

Bei der Führung in der Gedenkstätte „KZ und Speziallager Sachsenhausen“ ging es anschließend um den Wahnsinn der systematischen Ermordung von Menschen, die nach nationalsozialistischer Ideologie zwischen 1933 und 1945 nicht ins System passten.

Beim Besuch der Erinnerungsstätte „Notaufnahmelager Marienfelde“ ging es um die Flüchtlinge nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Analogie zur aktuellen Diskussion: Willkommenskultur und Integration waren auch im Deutschland von 1948 nicht von allen gewünscht.


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