11.05.2018, 13:34 Uhr

Situation entschärft Ortstermin an der Sichtschutzwand in Hausen – Stoppschild leistet gute Dienste

(Foto: Sonja Endl/LRA Kelheim)(Foto: Sonja Endl/LRA Kelheim)

Am Dienstag, 8. Mai, fand ein Ortstermin statt, bei dem die Umsetzung der Sichtschutzwand durch Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Erwin Ranftl und dem Leiter der Tiefbauverwaltung Andreas Fischer in Augenschein genommen wurde.

HAUSEN An der Kreuzung passierten immer wieder Unfalle, welche darauf zurückzuführen sind, dass Fahrzeuge auf der vorfahrtsberechtigten KEH10 übersehen werden. Dies liegt daran, dass die Stoppschilder weitgehend ignoriert werden. Dies haben Ortsbesichtigungen gezeigt. Das Stoppschild wird hierbei nicht nur mit Schrittgeschwindigkeit überfahren, sondern mit hoher Geschwindigkeit. Dies liegt an der guten Übersichtlichkeit der Kreuzung. Die Gefahr bestand darin, dass der Autofahrer Fahrzeuge auf der KEH10 übersieht und es so zu Verkehrsunfällen kommt.

Andreas Fischer: „Die Kreuzung KEH10/KEH11 stellt keinen Unfallschwerpunkt im klassischen Sinn dar. Hierfür müssten drei Unfälle mit Schwerverletzten in den letzten drei Jahren stattgefunden haben. Dies ist hier nicht der Fall. Jedoch stellten wir immer wieder fest, dass es durch die Nichtbeachtung der Stoppschilder zu Unfällen oder gefährlichen Situationen gekommen ist, obwohl die Kreuzung gut und den Vorschriften entsprechend ausgebaut ist. Leider müssen wir aber nicht nur an dieser Kreuzung feststellen, dass die Beschilderungen immer häufiger missachtet werden.“

Als Möglichkeit kam dann die Sichtschutzwand zur Einschränkung des Sichtfeldes in Spiel. Hier soll der Autofahrer durch die Heranführung an die Kreuzung zum Halten gezwungen werden. Mit einer solchen Sichtschutzwand gibt es im Landkreis Kelheim auch schon positive Erfahrungen. So hat das Staatliche Bauamt Landshut eine solche Wand an der unfallauffälligen Kreuzung B299/Staatsstraße 2642 bei Wildenberg vor längerer Zeit anbringen lassen. Mit positiver Erfahrung. Seitdem sind die Unfallzahlen stark zurückgegangen und keine schweren Unfälle mehr zu verzeichnen. Dies verspricht man sich auch in Hausen.

Man stellt vor Ort bereits fest, dass nach der Erstellung der Sichtschutzwand das Stoppschild mehr beachtet wird und sich die Geschwindigkeit, mit welcher an die Kreuzung herangefahren wird, stark reduziert hat. Vor der Maßnahme haben neun von zehn Autos das Stoppschild überfahren. Jetzt halten neun von zehn Autos am Stoppschild. Die Sichtschutzwand erstellten die Mitarbeiter des Kreisbauhofes in Eigenleistung. Somit fallen nur Materialkosten an, die sich etwa um die 15.000 Euro belaufen werden. Zusätzlich zur Sichtschutzwand wird die Geschwindigkeit weiter gedrosselt, und zwar auf 70 km/h. Dies soll eine weite Steigerung der Verkehrssicherheit bringen. Ebenso wird ein Teil der Schutzplanken zurückgebaut, um die Anfahrsicht zu verbessern. Diese Maßnahmen sollen demnächst umgesetzt werden. Landrat Martin Neumeyer: „Der Landkreis will mit diesen Maßnahmen die Verkehrssicherheit weiter erhöhen und Unfälle präventiv vermeiden.“


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