02.05.2018, 15:07 Uhr

Erinnerungsarbeit Dokumentation zur Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ in Neustadt an der Donau zu sehen

Bei der Eröffnung: Johanna Werner-Muggendorfer mit Pfarrer Dr. Michael Murrmann-Kahl und ihrem designierten Nachfolger Harald Unfried. (Foto: Büro Werner-Muggendorfer)Bei der Eröffnung: Johanna Werner-Muggendorfer mit Pfarrer Dr. Michael Murrmann-Kahl und ihrem designierten Nachfolger Harald Unfried. (Foto: Büro Werner-Muggendorfer)

Nur wenige Tage ist die Dokumentation zur Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ gegen den Nationalsozialismus noch in den Räumen der evangelischen Pfarrgemeinde in Neustadt zu sehen.

NEUSTADT AN DER DONAU Texte und Fotos, zusammengestellt und konzipiert von der Stiftung „Weiße Rose e. V.“ in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, erläutern darin die Entstehung und Aktivitäten des Freundeskreises „Weiße Rose,“, der aus Berichten über das Nazi-Regime in den Geschichtsbüchern vor allem durch den Protest der Geschwister Scholl bekannt ist. Zusammen mit Freunden und Gleichgesinnten hatten sich die beiden bereits als Schüler gegen das herrschende System aufgelehnt. Bald kamen sie daher in Konflikt mit dessen Machthabern. Darüber und über das Engagement der jungen Leute bis zu den Prozessen, die mit dem Todesurteil über sie endeten, informiert die Ausstellung im Evangelischen Gemeindesaal, der nach Anmeldung beim Pfarramt Abensberg unter der Telefonnummer 09443/ 905533 geöffnet wird.

Einleitenden Worte sprach neben Neustadts evangelischem Pfarrer Pfarrer Dr. Michael Murrmann-Kahl, dem Gastgeber, auch Neustadts SPD-Abgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer. Harald Unfried, als deren designierter Nachfolger und Vorsitzender des SPD-Bundeswahlkreises Landshut-Kelheim rief „alle überzeugten Demokraten“ auf „zu Wachsamkeit, damit sich nicht erneut Antisemitismus, Diktatur, Menschenfeindlichkeit und ein rückwärtsgewandter Nationalismus ausbreiten kann“. In diesem Zusammenhang unterstrich er auch die Bedeutung solcher Ausstellungen „als Erinnerungsarbeit und Erinnerungskultur“.

Am Sonntag, 6. Mai, endet die Präsentation, die auf Initiative des Arbeitskreises der SPD Labertal entstanden ist.


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