17.03.2018, 17:13 Uhr

Equal Pay Day Lohnlücke muss geschlossen werden

Johanna Werner-Muggendorfer Foto SPD (Foto: SPD)Johanna Werner-Muggendorfer Foto SPD (Foto: SPD)

„Wir brauchen dringend gesetzliche Regelungen zur Gleichstellung von Mann und Frau“, fordert die SPD_Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Mugggendorfer anlässlich des zehnten Equal Pay Days in Deutschland am Sonntag, 18. März.

NEUSTADT AN DER DONAU Die niederbayerische SPD Landtagsabgeordnete unterstreicht damit den Appell der beiden frauenpolitischen Sprecherinnen der Bayern-SPD-Landtagsfraktion Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller an die Bayerische Staatsregierung, sich auf Landes- und Bundesebene für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einzusetzen.

Genau 21 Prozent groß ist die Lohnlücke, die statistisch noch immer zwischen der Bezahlung beider Geschlechter klafft. Selbst der bereinigte geschlechtsspezifische Lohnunterschied (Gender Pay Gap), der berücksichtigt, dass Frauen häufiger Teilzeit arbeiten oder in Berufen, die allgemein schlechter bezahlt sind , liegt noch immer bei sechs Prozent. Johanna Werner-Muggendorfer: „Die unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit muss endlich Konsequenzen für Arbeitgeber haben.“ Es dürfe nicht sein, dass das Einkommen wesentlich vom Geschlecht abhänge, was sich vor allem später bei den Renten niederschlage. So beziehen nach den neuesten Zahlen des Arbeitsministeriums zum Beispiel im Landkreis Kelheim, der Heimat der Abgeordneten, die 11.047 Rentnerinnen der insgesamt 20.097 Bezieher einer gesetzlichen Altersversorgung 543,76 Euro im Monat. Die 9.050 Männer aber haben 1.133,69 Euro zur Verfügung.

Grundsätzlich benachteilige die Staatsregierung in der Familienpolitik systematisch die Frauen, „weil sich die Verantwortlichen an lebensfremden, längst überholten Rollenbildern orientieren“. Daher gelte für sie noch immer die Devise: „Heirate einen gut verdienenden Mann und hoffe, dass er früh stirbt.“ Johanna Werrner-Muggendorfer: „An einer Gleichstellung der Geschlechter ist die CSU ganz offensichtlich nicht interessiert.“ Dabei könne der Freistaat mit der von der SPD-Fraktion geforderten Gleichstellung, Vorbild bei der Schaffung gleichwertiger Karrierechancen sein. Zu den Lösungsansätzen für die Problematik der Ungleichheit zwischen Mann und Frau in der Wirtschaft gehören nach Ansicht von Johanna Werner-Muggendorfer vor allem bessere Angebote in der Kinderbetreuung und paritätische Elternzeit-Modelle.


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