05.02.2018, 10:26 Uhr

Medienerziehung E-Learning schon im Kindergarten

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Familienministerin Müller: „Digitale Medien sind längst bei den Jüngsten angekommen – sie müssen von früh auf lernen, mit ihnen umzugehen!“.

KELHEIM Das Smartphone am Tisch, das Tablet auf dem Sofa – schon die Kleinsten wachsen in einer digitalen Welt auf. Ebenso grundlegend wie der Spracherwerb ist deshalb die Fähigkeit, mit digitalen Medien verantwortungsvoll und selbstbestimmt umzugehen: „Digitale Medien sollen sinnvoll genutzt und eingesetzt werden. Das heißt eben nicht, ständig auf das Smartphone zu schauen oder stundenlang passiv vor einem Computerspiel zu sitzen. Hier müssen auch die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Die gemeinsame Familienzeit darf nicht nur von den digitalen Medien bestimmt werden“, so Bayerns Familienministerin Emilia Müller und weiter: „Es ist deshalb unser Ziel, schon in der Frühpädagogik die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und bestehende Risiken bestmöglich einzugrenzen.“

Pädagogen sollen Medienkompetenz bei Kindern steigern

Dazu startet ab dem Kindergartenjahr 2018 an 100 Kindertageseinrichtungen der Modellversuch „Medienkompetenz in der Frühpädagogik“. Hiermit soll die Medienkompetenz von Kindern noch besser gefördert werden. „Mit dem neuen Bayerischen Zentrum für Medienkompetenz in der Frühpädagogik in Amberg werden wir künftig einen Lernort für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe einrichten. Dort können sich die Fachkräfte durch E- und Blended-Learning-Angebote qualifizieren. Ergänzend unterstützt eine Onlineplattform, die sich auch an Eltern und Kinder richtet, den gegenseitigen Austausch und die Vernetzung untereinander“, so Müller.

Die Studie „Mobile Medien in der Familie“ des JFF – Institut für Medienpädagogik hat gezeigt, dass Kindertagesstätten die frühkindliche Mediennutzung noch sehr unterschiedlich bewerten. Ein Teil der Fachkräfte befasst sich bereits intensiv mit digitalen Medien, andere dagegen halten dies noch nicht für notwendig. In einem zweiten Teil der Studie werden nun bayernweit Familien zum Thema Medienerziehung über vier Jahre lang begleitet.


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