20.10.2017, 13:29 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Gemeinsame Philosophie Gemeinsame Projekte: Förderverein der bayerischen Klosterbrauereien gegründet

Auf dem Kreuzberg wurde der  Förderverein bayerischer Klosterbrauereien gegründet. (Foto:Redaktionsbüro André Liebe)Auf dem Kreuzberg wurde der Förderverein bayerischer Klosterbrauereien gegründet. (Foto:Redaktionsbüro André Liebe)

Acht Klosterbrauereien aus dem Freistaat haben im Kloster Kreuzberg in der Rhön den Förderverein der bayerischen Klosterbrauereien ins Leben gerufen. Mit diesem Zusammenschluss wollen die Gründungsmitglieder, darunter auch die Klosterbrauerei Weltenburg, die Jahrhunderte alte Brautradition ihrer Klöster in den Mittelpunkt gemeinsamer Projekte stellen.

WELTENBURG Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Pater Lukas Wirth aus dem oberbayerischen Benediktinerkloster Scheyern gewählt; Thomas Neiswirth, der Marketingleiter der Klosterbrauerei Weltenburg fungiert in der Vorstandschaft als Beisitzer.

„Uns verbinden neben der historischen und kunstgeschichtlichen Bedeutung der einzelnen Brauereistandorte vor allem die gemeinsamen Werte“, betont Neiswirth. Unter dem Dach des Vereins wolle man deshalb die Philosophie der klösterlichen Braukunst nach außen tragen und nach innen einen intensiven Erfahrungsaustausch pflegen. In einem ersten Schritt soll ein Internetauftritt die bayerischen Klosterbrauereien als Gemeinschaft erlebbar machen. Bei der Gründungsversammlung wurde ferner eine Teilnahme der Klosterbrauereien an dem im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung 2018 im Kloster Ettal stattfindenden Holzfassfestival beschlossen. „Darüber hinaus, so Pater Lukas Wirth, „ist es uns natürlich ein großes Anliegen, den immateriellen Wert zu betonen, den das in Klostermauern gebraute Bier darstellt.“ Thomas Neiswirth ist deshalb überzeugt, „dass die Vereinsgründung der Startschuss für ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt ist“.

Neben der Klosterbrauerei Weltenburg haben die Klosterbrauereien aus Andechs, Baumburg, Ettal und Scheyern (Oberbayern), Aldersbach (Niederbayern), Kreuzberg (Unterfranken) sowie Weißenohe (Oberfanken) den Förderverein gegründet. Von den rund 300 Klosterbrauereien, die es vor der Säkularisation von 1803 alleine in Bayern gab, sind heute nur mehr zwölf übriggeblieben, von denen wiederum acht noch von Orden betrieben werden.

Zusätzlich zu Wirth und Neiswirth gehören dem Vorstand des Fördervereins noch an: Dominik Tapper aus Baumburg (zweiter Vorsitzender), Christian Loth aus Ettal (Kassier), Ulrich Klebl aus Kreuzberg (Schriftführer) sowie Martin Glaab aus Andechs, Peter Wagner aus Aldersbach, Leo Resch aus Weltenburg und Urban Winkler aus Weißenohe (alle Beisitzer).


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