08.03.2018, 09:07 Uhr

Volksbegehen zum Flächenverbrauch Fast 50.000 Unterschriften eingereicht

Dr. Michael Stanglmaier,  Toni Wollschläger und Johannes Becher waren vor Ort. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)Dr. Michael Stanglmaier, Toni Wollschläger und Johannes Becher waren vor Ort. (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)

Das Volksbegehen „Betonflut eindämmen: Damit Bayern Heimat bleibt!“ wurde mit insgesamt 48.225 Unterschriften beim Bayerischen Innenministerium eingereicht.

LANDKREIS Auch grüne Politiker aus dem Landkreis Freising waren bei der Übergabe in München vor Ort.

„Grund und Boden ist ein kostbares Gut und nicht vermehrbar. Für die Umwelt, für die Landwirtschaft und für das Gesicht unserer Heimat brauchen wir eine flächensparende Bauweise“, fordert Landtagskandidat Johannes Becher. „Es kann doch nicht das Ziel sein, dass wir immer weiter betonieren und somit die Schönheit Bayerns unter ebenerdigen Großparkplätzen und immer gleich aussehenden Gewerbegebieten verschwindet.“

Bio-Landwirt Toni Wollschläger und Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag weist dabei vor allem auch auf die Konsequenzen für die Landwirtschaft hin: „Mit jedem neuen Gewerbegebiet wird wieder ein Acker aus der Nutzung genommen und der Druck auf die noch übrigen landwirtschaftlichen Flächen steigt immer mehr. Dies führt zu höheren Kauf- und Pachtpreisen und am Ende auch dazu, dass Landwirtinnen und Landwirte aufgeben müssen. Dem Flächenfraß muss Einhalt geboten werden“, fordert Wollschläger.

Auch Stadt- und Kreisrat Dr. Michael Stanglmaier aus Moosburg unterstützt das Volksbegehren: „Ich bin überzeugt, dass dieses Thema sehr viele Menschen in Bayern betrifft und wir die nötigen Unterschriften erreichen werden. Besonders freut mich, dass auch schon erste Prominente wie die Musikerin Monika Drasch oder die „Mama Bavaria“ Luise Kinseder sich für das Volksbegehren ausgesprochen haben“, erklärt Stanglmaier.

Nach der Einreichung wird nun vom Innenministerium die Zulässigkeit geprüft und im Falle eines positiven Ergebnisses die 14-tägige Eintragungsfrist festgelegt. In diesem Zeitraum müssen dann mindestens 10% aller Stimmberechtigten, also rund eine Million Menschen in den Rathäusern das Volksbegehren unterzeichnen.

Das Bündnis von Bündnis 90/ Die Grünen, ÖDP, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Landesbund für Vogelschutz (LBV), Katholische Landvolk Bewegung (KLB), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Gregor-Louisoder-Umweltstiftung, Green City und Bund Naturschutz wollen mit dem Volksbegehren den Flächenfraß eindämmen und auf knapp 5 Hektar/Tag begrenzen. Dies wäre eine deutliche Reduzierung im Vergleich zu den bisherigen rund 13 ha/ Tag.


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