21.12.2017, 09:19 Uhr

Für Landtags- und Bezirkstagswahl FDP Freising stellt Kandidaten auf

Philipp Fincke, Franz-Josef Bachuber, Dr. Martin Alberti und  Dr. Jens Barschdorf. (Foto: FDP Freising)Philipp Fincke, Franz-Josef Bachuber, Dr. Martin Alberti und Dr. Jens Barschdorf. (Foto: FDP Freising)

Dr. Jens Barschdorf wurde von den 21 anwesenden Parteimitgliedern als Landtagsdirektkandidat aufgestellt.

FREISING Bei der Versammlung, die von dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Tobias Thalhammer und dem ehem. Stellverttretenden Ministerpäsidenten Martin Zeil geleitet wurde, wurde der Freisinger Dr. Jens Barschdorf von den 21 anwesenden Parteimitgliedern als Landtagsdirektkandidat aufgestellt bei zwei Enthaltungen.

Der 35 jährige Patentreferent, stv. Kreisvorsitzender und stv. Bezirksvorsitzender der FDP in Freising bzw. Oberbayern, kritisierte in seiner Bewerbungsrede den Stillstand, den die CSU in vielen Politikbereichen, aber insbesondere in der Infrastruktur hinterlassen hat: „Unsere Heimat wächst seit vielen Jahren und in den letzten vier Jahren wurde praktisch nichts oder nur das Allernötigste unternommen, um dieses Wachstum zu gestalten. Wir müssen Querverbindungen beim ÖPNV (Nordring, Anschluss U6 an Neufahrn) als auch bei Straßen bauen. Zudem müssen wir Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen, statt die verfügbaren Flächen noch weiter zu beschränken, wie das die Grünen mit Ihrem Bürgerbegehren wollen.“ Er forderte zudem, die Kommunen stärker zu unterstützen, damit diese die Folgen des Wachstums abfedern können und so ungerechte Beiträge wie die Strabs endlich abschaffen können. „Dafür brauchen wir eine Ausgleichsfinanzierung für die Kommunen, welche die CSU mit ihrem Vorschlag gar nicht erst einbringen wird.“

Danach kam es zu einer Stichwahl bei der Wahl zum Bezirkstagskandidaten, bei der sich die Moosburger Franz Josef Bachhuber und Philipp Fincke um diese Kandidatur bewarben.

Der 57 Jahre alte Franz Josef Bachhuber, der im internationalen Einkauf arbeitet, betonte in seiner Bewerbungsrede die wichtigen Themengebiete der Bezirksarbeit für die sozialen Bereiche. „Die Unterstützung von pflegebedürftige Menschen, Eingliederungshilfen für Menschen mit körperlichen geistigen und seelischen Behinderungen dürfen nicht dem allgemeinen Kostendruck zum Opfer fallen sondern brauchen weiterhin unsere uneingeschränkte Unterstützung.“ Bei den Förderschulen und berufsbildenden Schulen seien zudem höhere finanzielle Mittel erforderlich, um junge Menschen auf die künftigen Herausforderungen im Berufsleben vorzubereiten .Berufsbildende Schulen sind der der Motor für wirtschaftliche Entwicklung von Mittelstand und Wirtschaft. „Die Last der Finanzierung kann nicht nur mehr auf dem Rücken der Kommunen ausgetragen werden. Bund und Länder müssen die Kommunen endlich bei der Bildungsfinanzierung unterstützen. Wir brauchen deutlich mehr Investitionen in die Bildung.“ Dafür müsse das Kooperationsverbot fallen.

Danach forderte Philipp Fincke (24, selbstständiger Finanzcoach) den Ausbau der Jugendpsychiatrie und Suchtprävention v. a. in Süd-Ost-Oberbayern. „Wir fordern, Selbstverantwortung neu zu denken und gemäß dem Motto ‚ambulant vor stationär‘ Menschen mit Behinderung so lange es möglich ist in ihrem gewohnten Umfeld zu lassen.“ Außerdem möchte er durch vereinheitlichte Prüfungen der Behinderung in den verschiedenen Behörden und Formulare in verständlicher Sprache Bürokratie abbauen und so Pflegekräfte und Betreuer entlasten.

In der folgenden Abstimmung setzte sich Franz Josef Bachhuber mit 15:4 durch. Philipp Finke wurde wenig später mit großer Mehrheit zum Listenkandidaten für die Bezirkstagswahl gewählt.

Der Kreisvorsitzende der FDP Freising, Dr. Martin Alberti bewarb sich danach als Listenkandidat für die Landtagswahl und wurde einstimmig gewählt. Der 42-jährige Biologe, der als Qualitätsmanager für eine Forschungseinrichtung tätig ist, sprach sich in seiner Rede vor allem über die Notwendigkeit der Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung aus. Dr. Alberti möchte sich für beitragsfreie Kinderbetreuungseinrichtungen, mehr eigenständige Schule, freie Forschung und Flexibilisierung von Beschäftigungsmodellen und Arbeitszeiten einsetzen. Insbesondere sei es „politische Aufgabe, den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern“.


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