16.08.2019, 13:50 Uhr

Themen bei der Niederbayern-CSA Fachkräftemangel, Rente, Klimaschutz und Mehrwertsteuersenkung auf Medikamente

Oliver Antretter mit den stellenvertretenden Bezirksvorsitzenden Anita Mayer, Georg Schwarzfischer-Engel und Josef Himsl (v, l.). (Foto: pm/CSA)Oliver Antretter mit den stellenvertretenden Bezirksvorsitzenden Anita Mayer, Georg Schwarzfischer-Engel und Josef Himsl (v, l.). (Foto: pm/CSA)

Der Vorstand der niederbayerischen CSA mit den Deggendorfer Bezirksvorsitzenden Oliver Antretter und Schriftführer Florian Roßmeisl war sich bei einer Vorstandssitzung im Landkreis Dingolfing-Landau einig: Die älter werdende Gesellschaft und die Digitalisierung der Arbeitswelt wird auch in Niederbayern zukünftig eine größere Herausforderung darstellen als bisher.

DEGGENDORF „Denn ab 2023 werden vermehrt die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen und dadurch den schon bestehenden Fachkräftemangel verstärken“, so Antretter. „Dieser wird bereits in sechs Jahren bayernweit 350.000 Arbeitsplätze, überwiegend in Ausbildungsberufen, betreffen. Nur eine Optimierung des vorhandenen Arbeitspotenzials und eine geeignete Fachkräftezuwanderung würde dem teilweise entgegenwirken.“

Außerdem, so Antretter der auch Stadtrat und VdK-Vorsitzender in Deggendorf ist, werde die Gesetzliche Rentenversicherung zunehmend belastet werden, sodass zu erwarten sei, dass das Rentenniveau nach 2025 sinkt und die Renten- aber auch Krankenversicherungsbeiträge steigen. Die Niederbayern-CSA spricht sich gegen eine staatlich geförderte private Rentenvorsorge vor allem dann aus, wenn die Versicherungsunternehmen durch hohe Gebühren aber nicht die Versicherungsnehmer profitierten und fordert daher eine Reform des Riester- und Rürup-Rentenmodels. Um sich privat vorsorgen zu können, sei aber auch ein gutes und tariflich gesichertes sowie planbares Einkommen für Arbeitnehmer dringend notwendig, so Antretter.

Florian Roßmeisl betonte die Wichtigkeit eines modernen Informatik-Unterrichtes an allen Schulen, da das gelernte Wissen Voraussetzung für einen guten beruflichen Werdegang und Verdienst sei.

Um Altersarmut entgegenzuwirken ist es Ansicht der Niederbayern-CSA, dass Ruheständler, die trotz Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung nur Grundsicherung erhalten, zusätzlich einen Freibetrag ausgezahlt bekommen. Dem CSU-Parteitag, der im Oktober stattfindet, werden unter anderem CSA-Anträge vorgelegt, die eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente von 19 auf sieben Prozent, was beispielsweise vielen ärmeren Senioren wirklich zu gute käme, eine Anhebung des Mindestlohnes und des Arbeitslosengeldes I, sowie eine Nichtanrechnung von Kindergeld auf Sozialleistungen fordern.

Die CSA-Niederbayern steht hinter dem Klimaschutz, doch soll bei einer CO2-Besteuerung von Brennstoffen Berufspendlern mit einer verbesserten Pendlerpauschale ein Ausgleich geschaffen werden. Außerdem dürfe neben den finanziell schlechter stehenden Haushalten auch die Mittelschicht nicht mit Steuern über Maß beispielsweise bei unvermeidbaren Heizstoffkosten strapaziert werden. Denn neben der persönlichen Heizkostenreduzierung gibt es derzeit kaum CO2 freundliche Alternativen.

Gegenfinanziert könnte der Umweltschutz beispielsweise mit einer Finanztransaktionssteuer werden.


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