07.08.2019, 15:54 Uhr

Stimmiges Konzept Tierwohlpreis geht nach Schöllnach

Ministerin Michaela Kaniber (M.) mit Alois Grubmüller und Tochter Martina. (Foto: Astrid Schmidhuber/StMELF)Ministerin Michaela Kaniber (M.) mit Alois Grubmüller und Tochter Martina. (Foto: Astrid Schmidhuber/StMELF)

Am Dienstag, 6. August, hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den diesjährigen Tierwohlpreis vergeben. Gewinner ist unter anderem der Milchviehbetrieb Grubmüller in Obergriesgraben bei Schöllnach.

SCHÖLLNACH Um die Haltungsbedingungen für Nutztiere in Bayerns Ställen weiter zu verbessern, wird der Tierwohlpreis seit 2014 jährlich vergeben. „Wir suchen besonders innovative und praxisgerechte Ideen, wie man mit kleineren technischen oder organisatorischen Lösungen das Wohlbefinden von Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen oder Geflügel verbessern kann“, erklärt die Ministerin. Der oder die Sieger werden von einer unabhängigen Experten-Jury ermittelt, die mit Vertreten aus Tierschutz, Wissenschaft, Berufsstand, Verwaltung und Praxis besetzt ist.

Die diesjährigen Gewinnerfamilien wurden am Dienstag im Rahmen eines Festakts in München durch Ministerin Michaela Kaniber ausgezeichnet. Die drei Gewinner aus den Landkreisen Deggendorf, Donau-Ries und Erding erhalten jeweils 3300 Euro.

Der Gewinner aus dem Landkreis Deggendorf ist der Milchviehbetrieb Grubmüller in Obergriesgraben 3 bei Schöllnach. Der Milchkuhbetrieb wird nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus bewirtschaftet (Naturland). Im neu erstellte Kompostierungsstall wird die Liegefläche mit Hackschnitzel aus eigener Herstellung eingestreut. Mit einem Platzangebot von zehn Quadratmeter pro Tier wird im Liegebereich jedem Tiere eine großzügige Fläche angeboten. Die weiche und trittsichere Bodenfläche im Liegebereich hat keine Einzeltierabtrennungen, das System bietet den Tieren völlig freie Platzwahl. Der Betriebsleiter betreibt beständige Verbesserungsmaßnahmen zum Management im Einstreusystem.


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