26.06.2019, 15:09 Uhr

Blumenschmuck Robert Schneider ist der glücklichste Stadtgärtner Deutschlands

(Foto: pm/CSU DEG)(Foto: pm/CSU DEG)

Besuch in den blühenden Hallen Stephansposchings.

STEPHANSPOSCHING/DEGGENDORF Eigentlich ist Robert Schneider ja ein Spezialist für Bäume. Aber in der neuen Stadtgärtnerei in Stephansposching gerät er ins Schwärmen über blühende Blumenstöckerl, über das Verwöhn-Klima für die Blumen und die vier Kollegen. Denn auf dem zwei Hektar großen Gelände arbeiten nur die Ziergärtner, zuständig für den Blumenschmuck in der Stadt. Hier ist Helmut Kufner der Chef. Es gibt wohl kaum noch einen Blumengärtner, der seine Schützlinge so verwöhnen kann wie er. Gerade ist die Sommerbepflanzung abgeschlossen worden, nur Reste von Begonien in allen Farbschattierungen, kräftigen Löwenmäulchen und vielen anderen Blumen stehen auf den Tischen – bereit, um Lücken zu füllen, wenn die Rabatten mutwillig oder versehentlich Schaden nehmen.

Zu „60 Minuten Stadtpolitik“ hatte die CSU-Stadtratsfraktion diesmal in die neue Stadtgärtnerei eingeladen. Fraktionschef Paul Linsmaier freute sich über das große Interesse der Deggendorfer. Und dann legte Robert Schneider los. Man spürte, wie stolz er ist auf die Gärtnerei, die die Stadt erst im Frühjahr kaufen konnte. „Ich bin der glücklichste Stadtgärtner Deutschlands“, bekannte er. Denn so großzügig und modern hätte die Stadt eine Gärtnerei wohl nicht bauen können. Das gilt auch für andere Städte. Die Vorzüge dieser Stadtgärtnerei haben sich unter Kollegen weitum herumgesprochen. Da schaut der eine oder andere gerne mal vorbei, um zu sehen, was möglich wäre. Schneider schwärmte von der Fußbodenheizung, damit die Blumen keine kalten Füße kriegen; ergänzt wird das durch die Tisch-, und die ganz normale Gebläseheizung. Er führte die Pflanztische vor, die sich durch leichten Druck verschieben lassen, sprach vom Dach der Glashäuser, das den Schatten bei greller Sonne schon integriert hat und natürlich von dem Bewässerungssystem. Kein Tropfen Trinkwasser wird für die Pflanzerl verbraucht, nur Regenwasser bekommen die städtischen Blumenstöcke: Das Dach ist groß genug! Das Regenwasser wird in einen vier Meter tiefen Teich geleitet, so groß, dass das elypso neidisch werden könnte. Von hier aus fließt das Regenwasser in den riesigen Gieß-Behälter, natürlich wird es vorher gefiltert. Diesem Wasser mischt der Ziergärtner gleich den Dünger bei, damit alle genauso viele Nährstoffe erhalten wie sie brauchen. Sollte das Wasser im Teich mal ausgehen, gibt´s immer noch den Tiefbrunnen. Aber danach schaut es nicht aus.

Im Freien stehen schon die Weinstöcke fürs Donaufest. Die werden wieder rund um die Neusiedler Buschenschänke grünen. Auf Stellagen blühen üppig die Geranien – die aber eigentlich Pelargonien sind – auch fürs Donaufest. Und im „Kaltbereich“ der Hallen leuchtet die Kapuzinerkresse. Was es mit den Kräutern auf sich hat, wollten die Besucher natürlich auch wissen: Wozu braucht eine Stadtgärtnerei Thymian und Petersilie, Schnittlauch und Basilikum? Die werden am Gleisdreieck eingepflanzt, damit die Grillfreunde sich frische Kräuter zu ihrer Brotzeit holen können.

Die Möglichkeiten in der riesigen neuen Stadtgärtnerei sind groß. In der 960 Quadratmeter großen Halle am Ende der Gewächshäuser hat der Bauhof den ganzen Christkindlmarkt eingelagert – und noch immer ist viel Platz. Dann gibt´s ein eigenes Gewächshaus für alle Pflanzen, die das Kultur- und Verkehrsamt für diverse Events braucht. Endlich alles an einem Ort!

Robert Schneider führte die Gruppe gut eine Stunde lang durch die Hallen, lobte die Arbeit der Kollegen und rühmte vor allem die Praktiker, die dann unter der Anleitung von Gotthard Weiß die Verkehrsinseln und Rabatten bepflanzen. Der weiß genau, wie die Blumen zusammen gestellt werden müssen, damit sie ein so schönes Bild ergeben. Zum Abschluss gab´s großen Applaus für den Stadtgärtner.


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