12.10.2018, 14:54 Uhr

„Woche der Begegnungen“ Mo und ihre Erfahrungen mit Rassisten

Mo Asumang, Moderatorin, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin (Foto: Gabi Gerster)Mo Asumang, Moderatorin, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin (Foto: Gabi Gerster)

Zur Auftaktveranstaltung der „Woche der Begegnungen und des Miteinanders“ am Montag, 15. Oktober, um 19 Uhr im Kapuzinerstadl, kommt die Moderatorin Mo Asumang nach Deggendorf, um aus ihrem Buch „Mo und die Arier“ zu lesen.

DEGGENDORF Mo Asumang ist ein bekanntes Fernsehgesicht: Sie ist Schauspielerin und Moderatorin und war u. a. beim Musiksender VIVA und bei der ProSieben-Sendung „Liebe Sünde“ zu sehen. Zudem hat sie eine eigene Filmproduktionsfirma gegründet und Regie bei drei Dokumentarfilmen geführt. Mo Asumang ist Deutsche, sie ist in Kassel geboren, ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater kommt aus Ghana. Wegen ihrer dunklen Hautfarbe und ihrer Afro-Mähne begegnete ihr immer wieder Rassismus und körperliche Gewalt.

Das war der Anstoß, sich in ihrem Film „Roots Germania“ (2007) mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Sie ging auf Spurensuche in Deutschland und Afrika. 2014 machte sie den Film „Die Arier“, in 2016 folgte das Buch „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis“.

Dieses Buch wird Mo Asumang bei der Auftaktveranstaltung in Deggendorf vorstellen. Sie traf dafür in aller Welt Rassisten, Neonazis, Pegida-Mitläufer oder Angehörige des Ku-Klux-Klans und chattete auf Nazi-Datingplattformen. Sie begegnete Menschen, die ihr Hass entgegenbringen. Mo Asumang ging es dennoch weniger um Konfrontation als um unvoreingenommene Begegnungen, um dadurch den Kreislauf von Wut, Hass und Gewalt zu unterbrechen.

Mit ihrem Buch gibt sie einen tiefen Einblick in die rechte Szene und macht Mut, die eigene Angst zu überwinden und sich gegen Rassismus zur Wehr zu setzen.


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