27.06.2018, 13:45 Uhr

Tierschützer bleiben auf sich gestellt CSU stimmt gegen Unterstützung der Tierheime

(Foto: Tierheim Bad Reichenhall)(Foto: Tierheim Bad Reichenhall)

Am gestrigen Plenartag stand zu später Stunde ein Antrag auf dem Programm, der einen Aktionsplan zur Unterstützung von Tierheimen vorsah. „Leider hat die CSU-Fraktion diesem Antrag in namentlicher Abstimmung nicht zugestimmt“, bedauert Rosi Steinberger, Abgeordnete der Grünen für Niederbayern.

BAYERN Gerade in Grenzgebieten sind die Tierheime besonders überlastet, erklärte Rosi Steinberger im Plenum. In Passau habe sich das Budget der Veterinärverwaltung um ein Vielfaches erhöht, was auch mit den verstärkten Grenzkontrollen zusammenhänge. Tierheime tragen überall die Last der Unterbringung beschlagnahmter Tiere. Mit großem ehrenamtlichem Engagement würden diese Tiere versorgt, was eigentlich eine gesellschaftliche Aufgabe sei.

„Der Staat lässt die Tierheime hier völlig alleine. Es gibt keine finanzielle Förderung für den Betrieb, für Investitionen oder für Großereignisse, die die Tierheime vor besondere Herausforderungen stellen“, moniert Steinberger.

Auch Umweltminister Huber habe sich in die Debatte eingeschaltet, so Steinberger. Er habe durchaus Verständnis für diese Notlage, am Ende seien aber die Kommunen für die Unterbringung von Fundtieren zuständig. Da könne der Staat nicht einfach eingreifen.

„Diese Ansicht teile ich nicht“, so Steinberger. Am gleichen Tag wurden riesige Investitionen für das Uniklinikum und das Staatstheater Augsburg beschlossen. Wenn der Staat irgendwo fördernd eingreifen wollte, könne er das jederzeit tun.


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