29.03.2018, 10:10 Uhr

Arbeitsmarktreport Saisonüblicher Rückgang der Arbeitslosigkeit

Foto: Bundesagentur für Arbeit (Foto: Bundesagentur für Arbeit)Foto: Bundesagentur für Arbeit (Foto: Bundesagentur für Arbeit)

3,5 Prozent Arbeitslosenquote im Agenturbezirk - 0,3 Prozentpunkte Verbesserung zum Vorjahr.

DEGGENDORF Im Berichtszeitraum März ist die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen erwartungsgemäß wieder gesunken. Der Bestand der arbeitslos gemeldeten Personen ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Deggendorf auf 6.861 zurückgegangen. Somit waren 1.062 weniger als im Februar gemeldet. Der Rückgang zum Vorjahresvergleich beträgt 499.

„Berücksichtig man bei diesem guten Ergebnis auch die weitere Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 3.092, wird die anhaltend günstige Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes umso deutlicher. Es ist durchaus zu erwarten, dass die einsetzende Frühjahrsbelebung in den kommenden Wochen zum weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit führen wird“, stellt Jan Vollmer, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Deggendorf, fest. Er führt dies ebenso auf die Rückmeldung vieler Unternehmen zurück, die von einer durchaus guten Auftragslage berichten. Die Arbeitslosenquote verringerte sich zum Vormonat Februar um 0,6 Prozentpunkte auf aktuell 3,5 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresquote ist dies eine Verbesserung um 0,3 Prozentpunkte.

Um 0,7 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent ist die Arbeitslosenquote im Bereich der Stadt Straubing - im Vergleich zum März 2017- zurückgegangen. Dies ist der höchste Rückgang im Gesamtbezirk. Erstmals wieder unter der 3-Prozent-Grenze liegt die Arbeitslosenquote (2,9 Prozent) im Landkreis Straubing-Bogen. Im Landkreis Deggendorf erreicht die Quote 3,1 und im Landkreis Regen 4,6 Prozent. Hier wirken die saisonalen Einflüsse stärker nach.

Nach den neuesten Auswertungen zur Beschäftigtenstatistik (Stand 30.9.2017) hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bezirk der Agentur für Arbeit Deggendorf im Zeitraum vom 30.9.2016 um 3.092 (plus 2,3 Prozent) auf 134.747 erhöht. Anteilig in den Regionen beträgt der Zuwachs im Landkreis Straubing-Bogen 4,0 Prozent (plus 1.015), im Landkreis Regen 3,0 Prozent (plus 809), im Landkreis Deggendorf 2,0 Prozent (plus 1.000) und in der Stadt Straubing 0,9 Prozentpunkt (plus 268 Personen).

Weiter auf dem Rückzug ist die Zahl der Personen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind. Der Bestand der Langzeitarbeitslosen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 204 Personen (minus 16 Prozent) auf 1.055. Getrennt nach den Rechtskreisen beurteilt, hält der Trend beim Abbau der Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung weiter an. Die Jobcenter im Bezirk meldeten den Rückgang der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen um 319 auf 2.552. Somit ist der Bestand im März um 11 Prozent niedriger als vor einen Jahr. Nochmals kräftig zugelegt hat die Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Berichtszeitraum meldeten die Unternehmer dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und der Jobcenter 1.088 neue Stellenangebote. Das Angebot der insgesamt gemeldeten Stellen erhöhte sich damit auf 3.387 – ein Plus zum Vormonat um 57 und zum Vorjahr um 541 (plus 19 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat besonders zugelegt hat die Kräftenachfrage in der Stadt Straubing (plus 36 Prozent) und im Landkreis Regen (plus 25 Prozent). Groß ist die Nachfrage im Baugewerbe, Fertigungsbereich, Gastronomie und im Handel. Ein gutes Drittel des Stellenbestandes bezieht sich auf den Bereich der Zeitarbeitsunternehmen.

Situation zum Ausbildungsmarkt 2017/2018:

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2017 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Deggendorf 1.591 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 196 bzw. 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich meldeten die Unternehmen 2.888 Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 165 Angeboten bzw. 6 Prozent.

Ende März hatten 588 Bewerber noch keine Zusage bzw. waren noch unentschlossen. Vor einem Jahr waren 785 (plus 25 Prozent) noch nicht versorgt. Die Anzahl der noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen beläuft sich im März auf 1.565, das sind 140 offene Stellen (plus 9,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Relation unbesetzter Stellen zu unversorgten Bewerbern beträgt 2,7.

„Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Spanne zwischen verfügbaren Bewerbern und freien Ausbildungsangeboten auch in unserer Region größer wird. Deshalb möchten wir Betriebe, die zunehmend Schwierigkeiten haben ihre Ausbildungsstellen besetzen zu können, auf die zahlreichen Unterstützungsangebote aufmerksam machen, die die Agentur für Arbeit anbietet. So sollen auch diejenigen Jugendlichen eine Chance erhalten, die auf den ersten Blick nicht die idealen Voraussetzungen mitbringen. Wir helfen, individuelle Lösungsansätze zu finden und zu realisieren“, erläutert Jan Vollmer.


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