28.02.2018, 10:15 Uhr

Arbeitsmarktreport Arbeitslosigkeit bleibt im Februar auf saisonalem Hoch

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Im Berichtszeitraum Februar liegt der Bestand (7.923) der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen im Bezirk der Agentur für Arbeit Deggendorf auf einem ähnlichen saisonalen Hoch wie im Januar (minus 42). Verglichen mit dem Vorjahr hingegen ist der Bestand um 1.030 Personen zurückgegangen.

DEGGENDORF Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes im Agenturbezirk Deggendorf hält also weiter an. Dies spiegelt sich auch in den Zugängen (2.481) wider, die verglichen mit dem Vormonat deutlich niedriger ausfallen (minus 1.681) und auch verglichen mit dem Vorjahr (minus 233) - mit Ausnahme im Landkreis Regen (plus 8) - rückläufig sind. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,1 Prozent und entspricht damit der Januarquote. Im Jahr davor lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,7 Prozent. „Den anteilig höchsten Rückgang um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorjahresquote, verzeichnen wir im Bereich der Stadt Straubing. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent. Der positive Trend des letzten Jahres in der Region der Stadt Straubing mit zunehmender Beschäftigung setzt sich fort“, freut sich Jan Vollmer, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit in Deggendorf. Ebenso rückläufig ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Deggendorf (minus 0,5), im Landkreis Regen (minus 0,6) und im Landkreis Straubing-Bogen (minus 0,4 Prozentpunkte) im Vorjahresvergleich. „Die Winterarbeitslosigkeit wirkt sich üblicherweise in diesen Regionen mehr aus, wenngleich die Unternehmen des Bau- und Baunebengewerbes zunehmend auf das Saisonkurzarbeitergeld zurückgreifen“, erläutert Jan Vollmer. Frauen sind ein wichtiges Potential des Arbeitsmarktes und umworben. Die Bemühungen, noch mehr Frauen und so frühzeitig als möglich für den Arbeitsmarkt zurückzugewinnen, durch Beratung zu Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der beruflichen Weiterbildung und zu Integrationshilfen, zeigen Wirkung. Der Bestand der arbeitslos gemeldeten Frauen (2.400) ist im Vergleich von vor einem Jahr um 17 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen unter 25 Jahre hat sich um 20 Prozent verringert. Weniger geworden ist der Anteil der 50 Jahre und älteren Arbeitslosen (minus 6,5 Prozent). Die Zahl der Nichtdeutschen (1.438) liegt um 155 oder 9,7 Prozent unter dem Bestand vor einem Jahr. Allein im Landkreis Regen ist der Bestand der Ausländer (367) im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert geblieben. Die Langzeitarbeitslosigkeit (1.059) verringert sich um 17 Prozent. Nach Rechtskreisen betrachtet hat die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) im Vergleich zum Vorjahrsmonat um 475 auf 5.467 abgenommen. Im Rechtskreis SGB II-(Grundsicherung) gab es 2.456 Arbeitslose, das sind 555 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Den höchsten Rückgang verzeichnet im Februarvergleich das Jobcenter für den Landkreis Deggendorf, um nahezu 27 Prozent bzw. 236 weniger Arbeitslose. Der Bestand der gemeldeten offenen Stellen hat zum Januar um 293 auf 3.312 zugenommen. Dies ist ein Anstieg zum Vorjahresmonat um 17 Prozent bzw. 486 Stellenangebote.

Besonderheit zur Arbeitsmarktberichterstattung der Agentur für Arbeit Deggendorf am 28. Februar 2018:

Die Berichterstattung zur Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region, ist für die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Deggendorf allmonatlich ein besonderer Termin. Für Barbara Breese, Vorsitzende der Geschäftsführung, sind die aktuellen Arbeitsmarktdaten zum 28. Februar 2018 von besonderer Bedeutung, geht sie doch einen Tag nach der Veröffentlichung in Ruhestand. Der Rückblick vom Jahr 2000 - dem Jahr ihres Amtsantrittes in Deggendorf - im Verhältnis zu den aktuellen statistischen Werten verdeutlicht, wie gravierend besser der Arbeitsmarkt heute da steht. „Legt man den Monat Februar zugrunde, der in unserer Region besonders von der saisonalen Winterarbeitslosigkeit geprägt ist, waren im Jahr 2000 im Agenturbezirk 14.330 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet- heute sind dies 7.923. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich von 8,9 Prozent auf 4,1 Prozent. Um knapp 30.000 Männer und Frauen erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wenngleich die Kräftenachfrage heute größer ist als damals, besteht die Herausforderung auch heute darin, Menschen die aus verschiedenen Gründen Hilfe bei der Integration in den Arbeitsmarkt benötigen, individuell zu unterstützen. Dass dies oftmals ein langer Weg ist, dennoch gelingen kann, zeigt sich im Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit und bestätigt uns und die Arbeitsmarktpartner, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen“, resümiert Barbara Breese. Gefragt nach dem sichersten Rezept sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können, sieht Barbara Breese aufgrund ihrer 36-jährigen Erfahrung bei der Bundesagentur für Arbeit darin: „Die sicherste Investition ist der Erwerb einer fundierten beruflichen Ausbildung, die Bereitschaft zu lebenslanger beruflicher Weiterbildung sowie beruflicher und persönlicher Mobilität und Flexibilität. Dies gilt im übertragenen Sinne auch für Unternehmen um Fachkräfte zu rekrutieren und an den Betrieb zu binden“. „Das Rezept ist übrigens älter als 36 Jahre“, fügt Barbara Breese mit einem Augenzwinkern an.


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