21.01.2018, 14:30 Uhr

Flüchtlingskrise und Sicherheit Freie Demokraten stellen Kenneth Kooter als Landtagsdirektkandidaten auf

(Foto: FDP Deggendorf)(Foto: FDP Deggendorf)

Am Samstag wählte der FDP-Kreisverband Deggendorf seine Kandidaten für die diesjährigen Landtags- und Bezirkstagswahlen.

DEGGENDORF Der Generalsekretär der bayerischen FDP, Norbert Hoffmann, leitete die Aufstellungsversammlung im Deggendorfer Gasthof Höttl. Als erstes wurde der Direktkandidat für den Wahlkreis Deggendorf zum Landtag gewählt. Hierfür stellten sich der Kreisvorsitzende Kenneth Kooter und Karl Hauser zur Wahl, die Kooter knapp für sich entscheiden konnte. Kenneth Kooter stellte bei seiner Dankesrede die Themen Sicherheit und Flüchtlingskrise in den Vordergrund. „Unser Land ist seit Ende 2015 in Krisenstimmung und viele Menschen haben unverändert das Gefühl, ihre Sicherheitsbedenken werden von unseren Regierungen in Berlin und München nicht ernst genommen.“

Deshalb sei auch der Ausstieg der Liberalen aus den Koalitionssondierungen folgerichtig gewesen, als die Berliner Jamaika-Sondierungen auf faktisch ungebremsten Familiennachzug ohne Obergrenze hinausliefen. Wolle man eine dauerhafte Spaltung der Menschen in unserem Lande vermeiden, müssten endlich auch Tabuthemen wie sichere Herkunftsländer, konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern, Ausweisung bei Straffälligkeit und ein modernes Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild angegangen werden.

Im den folgenden Wahlgängen wurden jeweils ohne Gegenkandidaten Dr. Michael Andres als Direktkandidat und Andreas Weise als Listenkandidat für den niederbayerischen Bezirkstag sowohl Karl Hauser als Listenkandidat für den Landtag aufgestellt. Karl Hauser betonte, dass er aufgrund seiner Erfahrungen als ehemaliger Deggendorfer Stadtrat im Wahlkampf auch durchaus lokale und regionale Themen aufgreifen wolle.

In seinen Schlussworten betonte der Bayerische FDP-Generalsekretär Norbert Hoffmann aus Landshut noch einmal die Besonderheiten des Bayerischen Wahlrechts: Im Gegensatz zur Bundestagswahl zählen für die Berechnung des prozentualen Gesamtergebnisses nicht nur die Zweitstimmen, sondern sowohl Erst- als auch Zweitstimmen werden zusammengezählt. Deshalb sei es für alles kleineren Parteien wichtig, konsequent auch um Erststimmen zu kämpfen. Darum sei er auch sehr stolz, dass im Wahlkampf Deggendorf mit Kenneth Kooter ein engagierter Wahlkämpfer gefunden wurde, der notfalls auch Ehrlichkeit über politische Korrektheit stelle.


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