14.12.2017, 09:04 Uhr

Kleine Gesten mit großer Wirkung Zusätzliche Hilfsangebote für Kinder aus Hartz-IV-Familien

Yvonne Pletl (v. li.) und Andrea Beer vom Kinderschutzbund beraten sich mit Matthias Wendt und Karolina Gerstl vom Jobcenter Deggendorf (Foto: Agentur für Arbeit)Yvonne Pletl (v. li.) und Andrea Beer vom Kinderschutzbund beraten sich mit Matthias Wendt und Karolina Gerstl vom Jobcenter Deggendorf (Foto: Agentur für Arbeit)

Neue Winterschuhe – Schultüten und Ranzen zum Schulanfang. Kinderschutzbund und Jobcenter Deggendorf kooperieren zusätzliche Hilfsangebote für Kinder aus Hartz-IV-Familien.

DEGGENDORF Kindern aus Familien, die zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten auf Leistungen aus dem Hartz IV-Topf angewiesen sind, fehlt es häufig am Nötigsten. Der Kinderschutzbund - Ortsverband Deggendorf-Plattling-, setzt regelmäßig Spenden ein um besonders betroffene Kinder zu unterstützen. „Wie bereits im Frühjahr haben wir, zusammen mit dem Jobcenter Deggendorf, im Oktober wieder eine Schuhaktion organisiert. Ausgewählt wurden Erziehende die vom Jobcenter im Landkreis Deggendorf betreut werden und die mindestens zwei Kinder im Alter bis 16 Jahre zu versorgen haben. Das waren immerhin 269 Familien mit 690 Kindern. Davon konnten 188 Familien 276 Schuhgutscheine im Wert von je 30,00 Euro erhalten. Diese wurden dann beim Kauf von Winterschuhen bei Deggendorfer Schuhgeschäften eingelöst“, berichtet Yvonne Pletl, Vorsitzende des Kinderschutzbundes. Matthias Wendt, Geschäftsführer des Jobcenters und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Karolina Gerstl, freuen sich über die zusätzliche Unterstützung, die der Kinderschutzbund bereit ist, den Kindern zukommen zu lassen. „Im Jahresverlauf gibt es immer wieder Anlässe, die für Kinder wichtig sind und Wünsche wecken, deren Kosten jedoch durch die originären Leistungsangebote nicht immer abgedeckt werden“, begrüßt Matthias Wendt die Verwendung der Spenden durch den Kinderschutzbund. Um auch künftig mit kleinen Gesten, etwa der Gestaltung des ersten Schultages mit einer gefüllten Schultüte oder der Ausstattung mit einem Schulranzen, Kindern Freude zu bereiten - die dies nicht unbedingt erwarten können - kooperieren die Beteiligten. Anfang Dezember trafen sich Yvonne Pletl und Andrea Beer vom Kinderschutzbund mit Matthias Wendt und Karolina Gerstl vom Jobcenter um das Vorgehen für weitere gemeinsame Aktionen zu planen. „Leider reichen unsere finanziellen Mittel nicht aus, alle berechtigten Familien zu unterstützen bzw. Kinderwünsche zu erfüllen. Daher wollen wir auch künftig gemeinsam mit dem Jobcenter Ideen entwickeln, wie wir möglichst vielen benachteiligten Kindern helfen bzw. Freude bringen können“, so Yvonne Pletl. Besonderen Dank richten die Beteiligten der Kooperationsrunde an die Spenderinnen und Spender, ohne deren Engagement bereits durchgeführte bzw. geplante Aktionen nicht realisierbar wären.


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