26.10.2017, 16:11 Uhr

Risse in der B11 Im Extremfall könnte die ganze B11 wegbrechen

Auf dem Luftbild sind die Risse in der Fahrbahn gut zu erkennen. (Foto:Staatliches Bauamt Passau)Auf dem Luftbild sind die Risse in der Fahrbahn gut zu erkennen. (Foto:Staatliches Bauamt Passau)

Statikbüro und Bodengutachter suchen mit Hochdruck an der Ursache für die Straßenschäden.

GRAFLING Das klingt gar nicht gut! Das Straßenbauamt Passau hat die Bundesstraße 11 nördlich von Datting halbseitig für den Verkehr gesperrt. Der Grund sind massive Risse in der Fahrbahn. Im Extremfall droht sogar, dass die gesamte Bundesstraße in die Tiefe wegbricht.

Die gesamte Region hat aufgeatmet, als die B11 nach einer rund dreimonatigen Vollsperrung wegen Sanierungsarbeiten Anfang August wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Immerhin ist die Straße quasi die Lebensader zwischen dem Bayerwald und darüber hinaus und Deggendorf.

Doch vergangene Woche gab es eine neue Hiobsbotschaft. Mit sofortiger Wirkung hat das Straßenbauamt Passau die B11 im Bereich der derzeit im Bau befindlichen Stützmauer halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Ampelanlage geregelt.

„Grund für diese Verkehrsbeschränkung sind massive Risse in der Fahrbahn, die auf Bewegungen im Untergrund zurückzuführen sind“, erklärt das Straßenbauamt. Die Risse befinden sich bei der hangseitigen Stützmauern-Baustelle.

Die Ursache, was die Bewegungen im Untergrund ausgelöst hat, werde gerade zusammen mit dem Statikbüro und dem Bodengutachter mit Hochdruck untersucht, so die Straßenbauer. Welche Sicherungsarbeiten erforderlich werden und wie schnell diese umgesetzt werden können, sei derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Direkt bei der Stützmauerbaustelle unterhalb der bestehenden B11 kam es zu den Straßenschäden. (Foto:Staatliches Bauamt Passau)

Klar ist jedoch, dass die Belastung der Böschung auf ein Minimum reduziert werden muss, damit nicht noch ein größerer Teil der Straße wegbricht. „Extremfall wäre ein Abrutschen der gesamten höher liegenden Fahrbahn“, befürchtet das Straßenbauamt.

Wie lange die halbseitige Sperrung erforderlich ist, könne derzeit deshalb noch nicht abgeschätzt werden.


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