31.10.2019, 16:08 Uhr

Zukunftsideen für Bad Reichenhall Internationale Start-Ups treffen sich in der Alpenstadt

(Foto: BGLT)(Foto: BGLT)

Zukunftsideen für die Alpenstadt entwickelten elf Junggründer des internationalen Tourismus-Accelerators (-Beschleunigers) in drei intensiven Tagen in der Kunstakademie. Die internationalen Unternehmer waren auf Initiative der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH (BGLW) und mit Unterstützung der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) nach Bad Reichenhall gekommen. Sie zeigten sich begeistert von den deutschen Partnern und den gebotenen Möglichkeiten.

BAD REICHENHALL. „Die Start-Ups von NextFloor sind auf dem neuesten Stand der Technik. Sie kommen regelmäßig in unserer Nachbarschaft Salzburg zusammen. Es ist daher quasi Pflicht, dass sie die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH als potentiellen Partner und das Berchtesgadener Land als Tourismusdestination kennen“, schildert BGLW-Innovationslotse Lars Holstein seine Motivation, das Treffen der Start-Ups in Bad Reichenhall zu ermöglichen. Außerdem konnte gemeinsam mit der Bayerischen Forschungsallianz die bayerische, deutsche und Europäische Förderlandschaft umfangreich präsentiert werden. In Zeiten, in denen Tickets für das Forum Romanum in Rom fast nur noch online gebucht und bezahlt werden und digitale Audioguides in Museen Standard sind, würden Veranstaltungen wie der „Tourism-Accelerator“ wichtige Impulse zur touristischen Zukunft setzen. Die meisten der elf Jungunternehmer, die sich in der Kunstakademie Bad Reichenhall mit Gründungs-Experten und Investoren austauschten, haben folglich auch digitale Geschäftsmodelle. Das serbische Unternehmen „Dotlab“ bietet zum Beispiel ein digitales Concierge-System „Pierre“ auf Basis einer künstlichen Intelligenz“ an. Es regelt alle Hotelfunktionen, von der Energieregelung über Wissenswertes für Gäste, direkt auf ihr Smartphone eingespielt. Eine bulgarische Geschäftsidee ist ein digitales Chatsystem, ein sogenannter Chatbot „Umni“. Gäste fragen den Chatbot nach Informationen zur Tourismusdestination – individuell nach ihren Bedürfnissen und ohne lang in Prospekten oder im Internet zu suchen. Die Start-Up-Unternehmer feilten jedoch nicht nur an ihren eigenen Geschäftsmodellen und -plänen. BGLT-Geschäftsführerin und Leiterin des Bad Reichenhaller Stadtmarketings, Dr. Brigitte Schlögl, hatte ihnen die Aufgabe gestellt, Zukunftsideen für die Bad Reichenhaller Innenstadt zu entwickeln: „Wie bekommen wir mehr junge Menschen in die Fußgängerzone der Alpenstadt?“ Die Konzepte werden im November in der Neuen Residenz in Salzburg präsentiert. Dr. Brigitte Schlögl zeigte sich nach dem Workshop begeistert: „Wir haben konzentriert gearbeitet und sind schon sehr gespannt auf die Konzepte. Besonders gefreut hat mich, dass die internationalen jungen Unternehmer begeistert von unserer Stadt und dem Tagungsort Kunstakademie waren.“ BGLW-Lotse Lars Holstein ergänzt: „Ein Accelerator ist für Unternehmer nach der Gründung eine hervorragende Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu werden. Als BGLW machen wir bei solchen Treffen, die vom Regionalmanagement Bayern unterstützt werden, wertvolle Erfahrungen und knüpfen Kontakte. Beides kommt unseren Gründern und Unternehmern zugute und bringt im Idealfall touristische Wertschöpfung im Landkreis.“


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