10.10.2019, 16:54 Uhr

Gemeinsam an einem Strang ziehen! BGLW-Netzwerktreffen zum Thema Fachkräfte und Gründer

(Foto: BGLW)(Foto: BGLW)

Die wirtschaftliche Entwicklung im Berchtesgadener Land stärken. Das ist das übergeordnete Ziel der Regionalmanagement-Projekte Fachkräftesicherung und Gründungskultur der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH (BGLW). Bei einem ersten Netzwerktreffen kamen Akteure aus Wirtschaft, Bildung und Politik zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam daran zu arbeiten.

BERCHTESGADENER LAND. In Workshops diskutierten die Teilnehmer, mit welchen Herausforderungen Schulen, Unternehmen und Institutionen konfrontiert sind. Ein Problem bei der Fachkräftesuche stelle die Akademisierung dar, erklärte Sabine Führer von dem Unternehmen Palfinger, das händeringend auf der Suche nach Monteuren ist. „Viele Schüler entschließen sich, zu studieren“, meinte Führer. Dabei werden im Landkreis vor allem Fachkräfte mit einer Berufsausbildung benötigt, wie die Ergebnisse einer BGLW-Unternehmensbefragung bestätigen. 86 Prozent der teilnehmenden Betriebe benötigen derzeit oder zukünftig beruflich ausgebildete Mitarbeiter. An Fachkräften mit Hochschulabschluss haben 60 Prozent der Betriebe hingegen gar keinen Bedarf. Um dem Akademisierungstrend entgegen zu wirken und Schüler an die passende Berufsausbildung heranzuführen, wird an den Schulen bereits einiges getan. „Die Schüler nehmen in den achten und neunten Klassen mehrmals an Betriebspraktika teil“, berichtete Andreas Grasser von der Mittelschule Teisendorf. Zudem würden sie durch Bewerbungstrainings, die auf die Interessen der Schüler abgestimmt sind, unterstützt. Das Gespräch mit Schülern suchen die Betriebe auch direkt, zum Beispiel auf Fachkräftemessen. BGLW-Fachkräftelotsin Ve Poschner bot hier Unterstützung an: „Wir nehmen gerne die Angebote von unseren regionalen Unternehmen mit auf Fachkräftemessen.“ Betriebe, die Onlinewerkzeuge nutzen wollen, seien herzlich eingeladen zur Veranstaltung „Auf der Suche nach Azubis? So nutzen Sie soziale Medien richtig“ am 11. November 2019 im Rahmen der „Aktionswoche Berufliche Bildung“ der Bildungsregion Berchtesgadener Land. Wichtig sei auch, dass sich alle Betriebe und Bildungseinrichtungen online in das neue Bildungs- und Chancenportal eintragen, zu finden auf der Seite des Landratsamtes, www.lra.de, betonte Poschner. Neben dem Sichern von Fachkräften ist es Ziel des Regionalmanagements im Berchtesgadener Land, den Gründergeist in der Region zu wecken und zu fördern. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit den Schulen eine wichtige Rolle. Das letztjährige Ideencamp an der Berufsschule Freilassing trug dabei schon Früchte. Der Teilnehmer Felix Straub heimste für seine Geschäftsidee mittlerweile mehrere Preise im deutschsprachigen Raum ein. Als nächstes steht das Digitale Startup Camp „Gesundheit & Freizeit“ an der internationalen Hochschule IUBH vom 11. bis 13. Oktober 2019 in Bad Reichenhall an. Eine Kooperation, die im Sinne des Gründergeistes der Hochschule ist. „Wir bieten Entrepreneurkurse an und unterstützen unsere Studierenden online und mit Coachings“, erklärte Dr. David Rempel von der IUBH. Speziell für Gründungsinteressierte aus der Hotellerie und Gastronomie biete der Verband DEHOGA Unterstützung, beispielsweise im Rahmen eines Infotags, wie DEHOGA-Vertreter Johannes Hofmann berichtete. Für diese aber auch für alle anderen Gründer und Unternehmern aus dem Landkreis organisiert die BGLW-Gründerlotsin am 29. November 2019 zudem wieder eine Erfahrungsaustauschrunde. Themenschwerpunkt wird der Datenschutz auf Webseite und in den sozialen Medien sein. Wer Interesse am Gründerservice hat oder an einer der Veranstaltungen teilnehmen will, meldet sich bei Jasmin Klünsner, jasmin.kluensner@berchtesgadener-land.de.


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