23.09.2019, 16:06 Uhr

Für den Ernstfall Katastrophenschutzübung im Chemiepark Trostberg


Unter Leitung des Landratsamtes Traunstein als Katastrophenschutzbehörde haben Einsatzkräfte der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen eine Katastrophenschutzübung durchgeführt. Übungsszenario war ein Brand im Chemiepark Trostberg, in dessen Verlauf neben der unmittelbaren Brandbekämpfung immer mehr die Abwehr von Gefahren für Menschen, Sachwerte und Natur in den Mittelpunkt rückte.

TROSTBERG. Als Örtlicher Einsatzleiter fungierte Kreisbrandrat Christof Grundner. „Eine Schadenslage wie diese ist für die Hilfsorganisationen wahrlich nicht an der Tagesordnung. Umso beeindruckender ist die Tatsache, dass der gemeinsame Führungsstab innerhalb kürzester Zeit gebildet war und seine Arbeit aufnehmen konnte“, so Grundner. Die Örtliche Einsatzleitung sei nahezu ausschließlich mit ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt. Zudem handele es sich jedes Mal situationsbedingt um andere Mitglieder. „Dennoch war der Führungsstab rasch eingespielt und hat alle am Einsatz beteiligten Hilfsorganisationen aus einer Hand geführt. Das ist entscheidend, um jedes Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können und die wirksamste Lösung zu finden und umzusetzen“, so Grundner. Diesen Aspekt betont auch Andrea Bernauer, Sachgebietsleiterin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Landratsamt Traunstein: „Das A und O ist die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der Blaulichtfamilie. Es freut mich sehr, dass sich alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte so motiviert in die Großübung eingebracht haben.“ Beide kamen zu dem Schluss, dass Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und Polizei mit einer hohen fachlichen Expertise und viel Engagement an der Bewältigung der angenommenen Großschadenslage gearbeitet haben. „Wir sind für den Ernstfall gut aufgestellt“, so das gemeinsame Fazit. Das bestätigten auch die Vertreter der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, welche die Übung konzipiert und begleitet hatten und den Beteiligten in der Nachbesprechung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Feedback gaben. „Wir werden die Erkenntnisse aus der Übung analysieren, die Impulse der Übungsleitung aufnehmen und uns auf dieser Grundlage weiter verbessern“, betont Sachgebietsleiterin Andrea Bernauer. Diesen Gedanken unterstrich auch Landrat Siegfried Walch: „Wir haben bei der Bewältigung der Schneelage im Januar gesehen, wie wichtig ein professioneller und handlungsfähiger Katastrophenschutz ist. Deshalb ist es auch unerlässlich, dass man solche Übungen ernst nimmt und die gewonnenen Erkenntnisse umsetzt. Unsere Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass im Ernstfall alles menschenmögliche für ihren Schutz und ihre Sicherheit getan wird.“


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