19.10.2018, 18:40 Uhr

Spannendes Planspiel Politiker auf Zeit

(Foto: CJD Berchtesgaden)(Foto: CJD Berchtesgaden)

Die 12. Klasse der Fachoberschule der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden schnuppert drei Tage in die Belange der internationalen Politik hinein und lernt im Planspiel „POL&IS“ (Politik & Internationale Sicherheit), was es heißt, Regierungsverantwortung zu übernehmen.

BERCHTESGADEN Beamer, Rednerpult, Mikrofone und Staatsflaggen aller Herren Länder zieren den Raum. An den Tischen der Hanns-Seidel-Stiftung in Teisendorf sitzen Schüler der FOS und der Q11 des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden. Drei Tage lang nehmen sie Teil an dem Planspiel POL&IS, bei dem sie internationale Politik simulieren. Sie schlüpfen in die Rolle von Regierungschefs und Staats- oder Wirtschaftsminister für verschiedene Regionen der Welt. Sie treffen Entscheidungen, beeinflussen Abläufe und schließen Kompromisse. Dabei geht es um internationale Beziehungen auf allen Ebenen: Politik, Wirtschaft und Sicherheit. Welche Rollen die Jugendlichen dabei übernehmen und auf welche Spielregeln zu achten ist, erläutern die Bundeswehr-Jugendoffiziere Kristin Brinckmann und Christian Schicht, die die Simulation durchführen.

Die Teilnehmer müssen das gemeinsame Spiel gestalten und lernen dabei zugleich. So ist Teamarbeit vorprogrammiert, wenn man „seinen“ Staat in der Weltpolitik voranbringen möchte. In der POL&IS-Welt gibt es aber nicht nur Politiker – auch Weltbank, Presse und andere internationale Organisationen wie Greenpeace und Amnesty International sind vertreten, um den politischen Akteuren die Folgen ihres Handelns aufzuzeigen. Diesen Job - unangenehme Konsequenzen darzulegen und „lästige“ Fragen zu stellen – übernehmen auch die Schüler, etwa Christina Wieser, die in ihrer Rolle als Vertreterin der Weltpresse schon nach wenigen Stunden respektiert und gefürchtet ist, da sie mit ihren intelligent-provozierenden Fragen so manchen Regierungsvertreter in Zugzwang bringt, sein Handeln zu erklären.

Roland Schober, Leiter der Fachoberschule schätzt den Effekt für die politische Bildung hoch ein: „Natürlich ist das Spiel auf der Landkarte vereinfacht, und die Konflikte der Weltpolitik lassen sich im realen Leben nicht so leicht lösen wie in der POL&IS-Welt. Aber die Simulation sensibilisiert die Schüler für internationale Konfliktlagen und weckt ihr Interesse an den drängenden Fragen unserer Zeit.“


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