14.10.2018, 20:35 Uhr

Politisches Erdbeben MdL Klaus Steiner zeigt schwarz-grüner Koalition die Rote Karte


Viele lange und nur sehr wenige freudige Gesichter gab es im Traunsteiner Landratsamt bei der Wahlanalyse.

TRAUNSTEIN Wenn Bilder sprechen könnten: Eine strahlende Gisela Sengl (Grüne) neben einem frustrierten Klaus Steiner (CSU) nach den ersten Hochrechnungen zur Wahl des Bayerischen Landtags. „Das ist kein blaues Auge. Das ist eine Katastrophe“, so Steiners erstes Statement gegenüber dem Wochenblatt. Einer rechnerisch möglichen Koalition mit den Grünen kann Klaus Steiner, ebenso wie der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch, überhaupt nichts abgewinnen. Steiner machte keinen Hehl daraus, dass aus seiner Sicht ein Bündnis mit den Freien Wählern, vor allem wegen der gemeinsamen konservativen Grundwerte, zielführender wäre.

Großes Bedauern äußerte der Stimmkreisabgeordnete ausgerechnet über das „furchtbare“ Abschneiden der SPD, die sich mehr als halbiert hat: „Ich bin nicht schadenfroh, sondern finde es schlimm, wie diese Volkspartei am Boden liegt.“

Für die Grünen hätten sich drei Jahrzehnte harte Arbeit (O-Ton Walburga Mörtl-Körner) endlich ausgezahlt. Gisela Sengl reklamierte für ihre Partei, dass man auf die richtigen Themen gesetzt habe: Schutz der Lebensgrundlagen, aber auch eine weltoffene, menschliche, proeuropäische Politik. „Wir müssen Europa pflegen“, so Sengl. Die Grünen seien für eine Regierungsbeteiligung prinzipiell bereit, aber nicht um jeden Preis.

Fassungslos äußerte sich der Landtagskandidat der SPD, Sepp Parzinger über das historisch schlechte Abschneiden seiner Partei: „Es gibt überhaupt nichts schön zu reden. Es ist ein schwarzer Tag, ein Schlag mitten ins Gesicht, eine einzige Katastrophe.. Der Gegenwind aus Berlin sei wie eine bleierne Weste gewesen. Es gab keinerlei Unterstützung. Jetzt müssten die Jungen den Karren aus dem Dreck ziehen. Selbst, wenn es für eine Koalition mit der CSU reichen würde, wäre das in seinen Augen überhaupt keine Option.


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