27.08.2018, 10:07 Uhr

Sozialverband auf Reisen VdK Traunstein auf Einladung von Peter Ramsauer in Berlin

(Foto: Dr. Peter Ramsauer)(Foto: Dr. Peter Ramsauer)

Auf Einladung von MdB Dr. Peter Ramsauer besuchte der VdK Kreisverband Traunstein die Bundeshauptstadt Berlin.

TRAUNSTEIN/BERLIN „Die Wichtigkeit ist, es nie zu vergessen, wo man sein Mandat her hat“! Mit diesen Worten begann Bundesminister a. D. Dr. Peter Ramsauer die Diskussion mit seiner Besuchergruppe, dem VdK Kreisverband Traunstein.In der Diskussion verdeutlichte er, wie mühsam es sei, Infrastrukturprojekte weiterzubringen, wie Bahnausbau München – Mühldorf – Freilassing, Autobahnausbau A 8 oder auch Ortsumfahrungen. Er versicherte in dem  Zusammenhang, dass am sechsspurigen Ausbau der A 8 mit Volldampf weitergeplant werde. Die langfristige Sicherung der Bundeswehrstandorte Bad Reichenhall und Bischofswiesen sowie die Bundesleistungszentren Sport in Berchtesgaden, Inzell und Ruhpolding auf Weltniveau zu halten, wäre Ramsauer ein Herzensanliegen. Von Seiten der Teilnehmer wurde Kritik an der Automobilindustrie geübt. Ramsauer versicherte, dass hinter den Kulissen sich viel abspielen und politischer Druck ausgeübt wird. E-Mobilität, die Auswirkungen der Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf Europa und Deutschland und Entwicklungspolitik waren weitere Themen. Ramsauer bestätigte, dass viele Unternehmen auch im Wahlkreis Traunstein/Berchtesgadener Land von der Politik in den USA betroffen seien. Grundsätzlich würden Ausfallbürgschaften den deutschen Unternehmen im Handel mit Entwicklungsländer helfen.

Rudi Göbel kam als Vorsitzender des VdK Kreisverbandes Traunstein auf den politischen Handlungsbedarf im Bereich der Altersarmut zu sprechen. Er wies auf dringende Maßnahmen im Hinblick Barrierefreiheit hin. Der Sozialverband VdK Traunstein würde jedes Jahr Mitgliederzuwächse verzeichnen und derzeit über 12.000 Mitglieder haben. In diesem Zusammenhang wies Ramsauer auf die Bedeutung der ehrenamtlich tätigen Menschen in Deutschland hin. Wo wären wir in Bayern und Deutschland, wenn wir nicht eine so große Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern hätten, die sich ehrenamtlich in vielen Bereichen einbringen würden. Mit einem herzlichen Vergelt’s Gott für ihren Einsatz im VdK bedankte sich Ramsauer bei den Teilnehmern.

Ein weiterer Punkt war ein Informationsgespräch und Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. In der ehemaligen Zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi wurde den Teilnehmer im Vortrag klar, wie sehr die Stasi die Menschen in der DDR total überwacht hatte. Freiheits- und Menschenrechte wurden nicht eingehalten und schon geringe Verstöße führten zu Verhaftungen. Ein System von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern durchzog die Gesellschaft in der DDR. Sehr betroffen verließen die Teilnehmer aus dem LandkreisTraunstein die Gedenkstätte mit dem Bewusstsein, wie sehr wir unsere Freiheit und Selbstbestimmung schätzen können.

Stadtrundfahrt, Schifffahrt auf der Spree und eine Führung durch Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ rundeten das Programm ab.


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