23.08.2018, 09:54 Uhr

Tolles Angebot Ferienbetreuung der Stadt Freilassing

(Foto: Christine Schwaiger)(Foto: Christine Schwaiger)

Viele sonnige Tage bescherten die ersten drei Augustwochen den insgesamt 43 Grundschulkindern bei der Ferienbetreuung der Stadt Freilassing.

FREILASSING Immer mehr berufstätige Eltern nutzen das tolle Angebot unter der Leitung von Christine Schwaiger mit ihrem bewährten Team. Es gab viele bekannte Gesichter. Einige Kinder waren schon das vierte Jahr dabei. Wie auch die Jahre zuvor war die Gruppe in der Mittelschule stationiert und schwärmte von dort aus zu zahlreichen Aktivitäten in alle Richtungen aus. Und das meist zu Fuß, denn Freilassing hat richtig viel zu bieten.

Treffsicherheit bewiesen die Kids beim Asphaltschießen auf dem Gelände des EC Hofham. Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einweisung von Gottfried Schacherbauer ging es auf den Platz. Ein kleines Turnier sorgte für den nötigen Anreiz beim Zielschießen. Auch die Mädchen zeigten hier viel Geschick und Ausdauer.

Das unser Körper aus zahlreichen Muskeln besteht, spürten die Kinder in einem Yogaworkshop. Cordula Welsch zeigte den Nachwuchsyogis, was alles in ihnen steckt und Einige staunten selber über ihre Fähigkeiten. Ganz viel Spaß machte das gemeinsame Trommeln. Erst wurden einfache Rhythmen eingeübt. Anschließend war Konzentration gefragt, um beim Zusammenspiel nicht den Takt zu verlieren.

Endlich stand ein Badetag auf dem Programm. Die heißen Temperaturen waren einfach zu verlockend und die Kinder verbrachten einen entspannten Tag am Ausee. Hier wurden Lager gebaut und Ketten aus Naturmaterialien gefertigt. Ein Tagesprojekt war die Herstellung einer Dusche aus einer alten PET-Flasche und ein wenig Bindefaden. Die Handbohrmaschine war an diesem Tag ständig im Einsatz, denn die Kreativität der Baumeister war grenzenlos. Am nächsten Tag ging es gleich nochmal in den Wald. Doris Nebel von der Biosphärenregion war zu Gast und erzählte den Kindern von Indianern und den vier Elementen. Es wurden Baumarten genauer unter die Lupe genommen. Ein Spiel bestand darin, mit verbundenen Augen einen bestimmten Baum wieder zu ertasten. Nach der gemeinsamen Brotzeit wurden weitere Spiele angeboten, Waldmandalas gelegt und Baumhäuser gebaut.

Ein Besuch bei der Familie Öllerer vom Kaninchenzuchtverein bereitete den Ferienkindern viel Freude. Sie erfuhren Wissenswertes über die verschiedenen Rassen und die Haltung von den niedlichen Pelztieren. Natürlich kamen die Streicheleinheiten nicht zu kurz. Nach einer Brotzeit wurden noch Steine im Aboriginesmuster mit Acrylfarben bemalt, die sich jedes Kind mit nach Hause nehmen durfte.

Einen Tag widmete man auch dem Umweltschutz. Die Kinder beteiligten sich mit großem Ehrgeiz an einer Waldsäuberungsaktion im Schulwald und staunten nicht schlecht, was sie dort alles fanden. Eine Sensibilisierung in Richtung Abfallentsorgung fand auf jeden Fall statt, als man über die Zersetzungsgeschwindigkeit von Plastik u. ä. sprach.  Alljährliches Highlight war ein Besuch im Haus der Berge in Berchtesgaden. Die Kids schlüpften in die Rolle einer Sennerin, schüttelten Butter und genossen ihr frisches Schnittlauchbrot. Gleichzeitig erfuhren sie vieles über das beschwerliche Leben auf einer Alm, jenseits von Strom und Elektronik.

Handwerkliches Geschick bewiesen die älteren Teilnehmer der Ferienbetreuung bei einem Schnitzkurs der Bildhauerin Helga Wagner aus Saaldorf. Am Ende des Tages gab es diverse Figuren, wie Kätzchen, Zwerge und Pilze zu bestaunen. Die Jüngeren besuchten die Stadtbücherei und lernten etwa handgroße Bienen zu programmieren. Dabei mussten bestimmte Wege abgegangen werden, auf einer Landkarte diverse Punkte erreicht werden oder man konnte versuchen auf einer Buchstabenmatte seinen Namen abzuschreiten. Auch hierbei bewiesen alle Kinder sehr viel Durchhaltevermögen, wenn es darum ging, eine Lösung zu finden.

Ein Besuch bei den Pfadfindern stand auch auf dem Programm. Hierbei durften kleine Gruppen einen Parkour mit verschiedenen Stationen absolvieren. Es musste eine Geheimschrift entziffert werden, Tiere erkannt und die jeweiligen Spuren zugeordnet werden. Wahrnehmungsspiele wurden angeboten und als geselligen Abschluss wurden Würstchen am Stock gegrillt. Kontrastprogramm bot ein Abstecher bei der Sparkasse, wo ein richtiger Tresorraum betreten werden durfte und sich jedes Kind sein eigenes Sparschwein designt hat.

Die Zeitlücken zwischen den Aktivitäten außer Haus nutzten die Kinder mit diversen Bastelein. Mädchen bastelten gerne Schmuck, die Jungs bearbeiteten Holz. Viele Stunden wurden auf dem Fußballfeld verbracht und die vielen Geburtstagskinder bescherten zusätzlich geselliges Beisammensein. Trotz der hohen Teilnehmerzahl verliefen die drei Wochen für alle Beteiligten wie die Kinder zu sagen pflegen: „Völlig gechilled“.


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