25.06.2018, 09:58 Uhr

Hände hoch, wer gegen Kohle ist Über 60 Menschen demonstrierten für Erneuerbare Energien

(Foto: Daniel Schulta)(Foto: Daniel Schulta)

Über 60 Bürgerinnen und Bürger aus Altenmarkt und der Umgebung haben am Sonntag, 24. Juni 2018, für Erneuerbare Energien und ein schnelles Ende der klimaschädlichen Kohlenutzung protestiert. Im Baumburger Innenhof hielten sie ihre rußgeschwärzten Hände in die Luft.

ALTENMARKT Damit forderte die Initiative aus Campact-Aktiven: „STOP KOHLE“. Die Bundesregierung setzt derzeit eine Kommission ein, die einen Zeitplan für das Abschalten der Kohlemeiler erarbeiten soll. Kritiker betonen, dass der Kohle-Lobby ein zu großer Einfluss in der Kommission eingeräumt wird. Am Sonntag protestierten auf der großen „Stop Kohle!“-Demo in Berlin und in mehr als 40 deutschen Städten tausende Menschen für einen ehrgeizigen Ausstiegsplan.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass auch den Chiemgauern der Klimaschutz nicht egal ist“, sagte Kathrin Reisser.

Die Campact-Aktiven fordern den Kohleausstieg, weil die Kohle der schmutzigste Energieerzeuger überhaupt ist. Deutsch Kohlekraftwerke stoßen jährlich 270 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 aus. Das sind 74 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Stromsektors. Die Folgen: Eine schlechte Luftqualität mit dramatischen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Natur. Und weltweit klimabedingte Umweltkatastrophen und Extremwetterlagen, die immer mehr Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. „Der Kohleausstieg in Deutschland darf nicht länger aufgeschoben werden. Wenn die Bundesregierung den Ausstieg jetzt anpackt, können wir die deutschen Klimaschutzziele noch erreichen und die Menge an Kohlestrom bis 2020 halbieren. Der Umstieg auf wirklich zukunftsfähige Energiequellen muss endlich erfolgen“, so Kathrin Reisser.


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