14.06.2018, 16:53 Uhr

„Kirchturmpolitik“ liegt ihm fern Anschörings Gemeindeoberhaupt Hans-Jörg Birner ist Bürgermeister des Jahres

(Foto: Michael Kolpe)(Foto: Michael Kolpe)

Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring, Hans-Jörg Birner, ist für sein besonderes Engagement in den Bereichen nachhaltige Energie, nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz zum „Bürgermeister des Jahres“ gekürt worden.

TRAUNSTEIN/KIRCHANSCHÖRING Die Auszeichnung wurde ihm am Donnerstag in Traunstein überreicht. Birner initiierte unter anderem ein interkommunales Energiekonzept, brachte die Vernetzung der Ehrenamtlichen in seiner Gemeinde voran und setzt bei Neubauten der Gemeinde, wie dem Haus der Begegnung und dem Gebäude „Schöner Wohnen“, auf die Schaffung preisgünstiger Mietwohnungen für alle Altersgruppen.

Übergeben wurde der Preis von Rechtsanwalt Dr. Stefan Detig, Geschäftsführer der Detig Rechtsanwaltsgesellschaft und Altbürgermeister der Gemeinde Pullach im Isartal. In seinen einführenden Worten hob Detig besonders die Verantwortung gegenüber kommender Generationen hervor, die durch großes Engagement und Kreativität der beteiligten Personen eine besondere Wertschätzung erfahren habe und anderen Kommunen als Vorbild dienen könne. „Auch in der Kommunalpolitik können wir uns kein Scheuklappendenken leisten, wenn es darum geht Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Hans-Jörg Birner zeigt eindrücklich, was sich durch Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit für künftige Generationen erreichen lässt“, zeigte sich Dr. Detig abschließend überzeugt. Auch privat lebt Birner durch die Nutzung eines Elektroautos sein Engagement für die Umwelt. Für seine Gemeinde hat er die Zukunft stets im Blick, insbesondere wenn es um eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, wie Bio-Nahwärme und Photovoltaik, unter anderem mit einem kommunalen Energiesparförderprogramm geht. Damit auch künftig genug Flächen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung stehen,

wurden entsprechende Areale bereits im Flächennutzungsplan gesichert. Die Fachjury lobte in ihrer Begründung auch seinen wirkungsvollen Einsatz im Bereich der kommunalen Pflichtaufgaben und seinen Einsatz für eine Leader-Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines gemeindeübergreifenden Energiewerkes zur nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien in der Region.

„Dies ist ein klarer Beweis dafür, dass nachhaltiges Denken nicht an der Gemeindegrenze endet“, ergänzte Jurymitglied Dr. Franz-Stephan v. Gronau, Partner der LKC-Gruppe, die den landesweiten Preis für besondere kommunalpolitische Verdienste jährlich gemeinsam mit der Detig Rechtsanwaltsgesellschaft auslobt. „Ausgezeichnet wird heute ein Bürgermeister, der Nachhaltigkeit in den Bereichen Energie, Wirtschaften und Ökologie denkt, lebt und seine Ideen über die Gemeindegrenzen hinweg im Konzert mit Bürgerinnen, Bürgern und kommunalen Spitzenvertretern umsetzt.“

Das gemeinsame Engagement für die heimische Region bedürfe, so v. Gronau in seiner Laudatio, viel Fingerspitzengefühl – sowohl nach außen gegenüber der eigenen Bevölkerung als auch in Richtung der

Nachbarkommunen und Behörden.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine schöne Bestätigung für unsere gemeinsame Arbeit von Gemeinderat, Bevölkerung und Verwaltung über viele Jahre hinweg“, sagte Birner. „Vor allem aber ist es ein Ansporn nicht nachzulassen im Bemühen, unser gemeinwohlorientiertes und nachhaltiges Gemeindeentwicklungskonzept „Leben und Wirtschaften in Kirchanschöring“ weiterhin erfolgreich umzusetzen“, so Birner abschließend.

Auch Landrat Siegfried Walch beglückwünschte den Geehrten für seinen Einsatz in der Region: „Heimat mit Zukunft heißt, wirtschaftliche Entwicklung, Bewahrung der Natur und sozialen Zusammenhalt in Einklang zu bringen. Kirchanschöring unter Führung von Hans-Jörg Birner ist dabei eine Pioniergemeinde. Hans-Jörg ist ein Bürgermeister mit Weitblick und Mut zu Neuem, der immer wieder innovative Akzente setzt. Bestes Beispiel ist das jüngst eröffnete „Haus der Begegnung“, dass es künftig vielen Menschen möglich macht, in ihrem Ort alt zu werden. Das ist Heimat im besten Sinne.“

Neben der Auszeichnung wurden steuerliche und rechtliche Beratungsleistungen von der LKC-Gruppe für eine gemeinnützige Einrichtung in Höhe von 2.000 Euro vergeben.


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