04.05.2018, 09:45 Uhr

Traum geplatzt Falsche Identität bei Grenzkontrollen entlarvt

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Er hatte es schon fast geschafft, doch die Bundespolizei lies den Traum eines Albaners von einem Leben in Illegalität platzen. Am Donnerstag (3. Mai) brachten die Beamten den albanischen Staatsangehörigen in Traunstein hinter Gitter.

ROSENHEIM / TRAUNSTEIN Der Mann war zuvor in einem EuroCity aus Italien festgenommen worden. Nach kurzem „Versteckspiel“ im Zug musste er am Rosenheimer Bahnhof aussteigen. Wie sich herausstellte, hatte sich der abgelehnte Asylbewerber mit gefälschten Papieren in Sachsen-Anhalt bereits eine neue Identität geschaffen.

Bei der Kontrolle der Reisenden in einem Fernzug aus Verona versuchte der albanische Staatsangehörige zunächst vergeblich, der Kontrolle zu entgehen, indem er sich in der Zugtoilette verstecken wollte. Bei der Personenkontrolle wies er sich dann mit einem italienischen Ausweis und einer Krankenversicherungskarte aus. Die Bundespolizisten entlarvten die vorgelegten Papiere jedoch schnell als Fälschungen. Bei der Durchsuchung des angeblichen Italieners wurden in einer Taschentuchpackung drei weitere gefälschte Dokumente gefunden. Die unechten Urkunden waren alle auf andere Personalien ausgestellt.

Erste Ermittlungen in der Rosenheimer Dienststelle ergaben, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen 48-jährigen Albaner handelte. Dies belegten letztlich die Fingerabdrücke des Mannes. Dessen Asylantrag war 2017 abgelehnt worden. Daher war er in sein Heimatland abgeschoben worden. Gleichzeitig hatte die zuständige Ausländerbehörde gegen ihn ein dreijähriges Einreiseverbot verhängt. Offenbar hatte er sich daraufhin die falschen Papiere beschafft, um trotz der vollzogenen Abschiebung in Deutschland illegal leben und arbeiten zu können. Das ist ihm auch beinahe gelungen. Recherchen der Bundespolizei zufolge hatte der albanische Staatsangehörige mithilfe der Fälschungen in Sachsen-Anhalt schon „offiziell“ einen Wohnsitz angemeldet und eine Arbeit als Reinigungskraft aufgenommen. Diesem „falschen Spiel“ hat die Rosenheimer Bundespolizei nun ein Ende bereitet. Der Mann mit der falschen italienischen Identität wurde auf richterliche Entscheidung hin in Untersuchungshaft genommen und in Traunstein in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


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