27.02.2018, 11:21 Uhr

Bilanzpressekonferenz Sparkasse in Zeiten des Wandels


In einem positiven wirtschaftlichen Umfeld kann auch die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg mit einer erfreulichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr punkten.

TRAUNSTEIN/TROSTBERG. Zu diesem Fazit kommt der Vorstandsvorsitzende Roger Pawellek, der die Kreissparkasse gut für die Zukunft aufgestellt sieht. Besonders erfreulich seien die Steigerungen im Wertpapier- und Immobiliengeschäft.

Mit einer Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro kann die Sparkasse fast das Ergebnis von 2016 erreichen.

Die Minderung der Sichteinlagen um 50 Millionen Euro auf nunmehr 1,15 Millarden Euro sieht Pawellek in Zeiten von Niedrig- und zum Teil Negativzinsen durchaus positiv.

Im Gegensatz zu den Sichteinlagen stieg die Summe der Gesamtausleihungen um 76 Millionen auf 1,14 Milliarden Euro. „Eine sehr erfreuliche Entwicklung!“

Weg von Spareinlagen, hin zum Depotgeschäft: Mit einem Kurswert von 355 Millionen Euro konnte ein sattes Plus von 10,7 Prozent verzeichnet werden. Die Anzahl der Depots stieg um 10,7 Prozent auf 10.872. Trotz eines (fast) leergekauften Marktes konnten 91 Immobilien mit einem Wert von insgesamt 29 Millionen Euro (plus 68,2 Prozent) vermittelt werden. Nicht zuletzt die Außenhandelsumsätze mit einer Steigerung von 10,4 Prozent auf 308 Millionen Euro trugen mitentscheidend zum positiven Sparkassen-Ergebnis bei.

Eines der wichtigsten Themen ist die Digitalisierung: Seit 2017 gibt es kostenloses W-Lan in den Geschäftsstellen. Die Kunden nutzen in immer größeren Maße die Online-Angebote. So stieg zum Beispiel die Zahl der Online-Konten von 72.855 auf 84.365. Aktuell gibt es 28.015 Online Banking-Teilnehmer. „Paydirekt“ ist nach 600 Händlern im Jahr 2016 jetzt bereits bei 1.300 Händlern möglich.

Aktuell seien keine Filialschließungen geplant, so Roger Pawellek. Das sei aber nicht in Stein gemeißelt. Selbst bei einigen wenigen Schließungen soll das Leistungsangebot durch erhöhte Beratungstätigkeit sogar verbessert werden. Der Rückgang der Mitarbeiterzahl um 20 auf 417 sei strukturellen Veränderungen geschuldet, so Pawellek, der betonte, dass besonders im Bereich der Ausbildung es immer schwerer werde, fundierte Mitarbeiter zu finden. So sei es nur folgerichtig, dass die Sparkasse eine duale Ausbildung mit Studium an der Sparkassenakademie anbietet.


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