07.08.2019, 10:01 Uhr

Dienststelle Raum für weitere Arbeitsplätze in Zwiesel steht bereit

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Freistaat mietet Gebäude für Dienststelle des Landesamts für Steuern an.

ZWIESEL In Zwiesel wurde im Rahmen des Konzepts „Regionalisierung von Verwaltung - Behördenverlagerung“ eine neue Dienststelle des Landesamts für Steuern eingerichtet. Die Stadt erhält damit im Endausbau 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze. „Die Umsetzung der Verlagerung nach Zwiesel geht mit großen Schritten voran. Nachdem die bereits vorhandenen Büroräume am Stadtplatz zwischenzeitlich alle besetzt sind, freue ich mich, dass mit der Anmietung in der Alfons-Maria-Daiminger-Str. 4 die sukzessive Aufstockung der Dienststelle weitergeführt werden kann“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit.

„Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt bis zur endgültigen Unterbringung“, betonte Füracker. Der Freistaat Bayern hat dafür das Gebäude der ehemaligen VR-Bank am Stadtplatz erworben, das Büroräume für 45 Personen bietet. Die übrigen Arbeitsplätze sollen in einem Anbau auf dem rückwärtigen Grundstücksteil untergebracht werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen für diese Hochbaumaßnahme. Bis der Anbau zur Verfügung steht, erfolgt der weitere Ausbau der Behörde über eine Anmietung.

Die Dienststelle des Landesamts für Steuern in Zwiesel hat ein weites Spektrum an wichtigen Aufgaben übernommen. So ist dort beispielsweise die zentrale Vergabestelle angesiedelt, die nationale und europaweite Vergabeverfahren für alle bayerischen Behörden des Finanzressorts durchführt. Auch das Kompetenzzentrum „Steuerbeziehungen Osteuropa“, Teile der Sondereinheit Zentrale Steueraufsicht, deren Tätigkeit unter anderem die Aufdeckung von Steuerausfallrisiken und deren Bekämpfung umfasst, sowie die Fortbildung sind vor Ort. Zudem arbeiten Fachprüfer für Auslandssachverhalte und Ansprechpartner der Finanzämter für weitere materiell-rechtliche Steuerthemen in Zwiesel.

Die von der Staatsregierung in den Jahren 2015 und 2016 beschlossenen Konzepte „Regionalisierung von Verwaltung“ und „Chancen im ganzen Land“ sehen in Summe die Verlagerung von rund 70 Behörden und staatlichen Einrichtungen mit mehr als 2.700 Arbeits- und mehr als 900 Studienplätzen in alle Regierungsbezirke Bayerns vor. Der Regierungsbezirk Niederbayern profitiert dabei mit insgesamt rund 700 Arbeitsplätzen von den beiden Konzepten.


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