23.04.2019, 11:22 Uhr

Gesundheitsbereich Angebotsfülle kann kaum jemand überblicken

(Foto: pm/Gemeinde Drachselsried)(Foto: pm/Gemeinde Drachselsried)

Natalie Walter, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus Arberland, zum Gespräch in Drachselsried.

DRACHSELSRIED Es gibt eine Fülle von Angeboten im Gesundheitsbereich, die kaum jemand überblicken kann. Sie besser zu vernetzen, den Zugang zu erleichtern und so allen Menschen die Möglichkeit zu verschaffen, sich gegen Krankheiten zu wappnen und Behandlungen zu optimieren, das hat sich das Förderprogramm „Gesundheitsregion plus“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege auf die Fahnen geschrieben. Seit dem 1. Mai 2015 schon darf sich der Landkreis Regen „Gesundheitsregion plus“ nennen.

Die Gesundheitsregion plus soll als Plattform für den Austausch, die Koordination, und Kooperation von Akteuren der Gesundheitsvorsorge und -versorgung im Landkreis Regen dienen. Oberstes Ziel ist die Verbesserung des Gesundheitszustandes und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Bürger des Landkreises Regen.

Dabei ist die Gesundheitsversorgung in jeder Gemeinde anders, erläutert Natalie Walter, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus Arberland. Sie sieht sich nicht nur als Koordinierungsstelle zwischen den Beteiligten, sondern auch als Motor, um die Gesundheitsregion plus Arberland auch künftig mit ausreichender medizinischer Versorgung aufzustellen.

Konkret ging es bei dem Gespräch mit dem Drachselsrieder Bürgermeister Hans Hutter um die vor kurzem vorgestellten Untersuchungsergebnisse der zukünftigen medizinischen Versorgung in den Gemeinden der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Zellertal. Aus Sicht von Bürgermeister Hutter war diese, von den vier ILE-Gemeinden Arnbruck, Bodenmais, Drachselsried und Langdorf in Auftrag gegebene Untersuchung nicht sehr aussagekräftig. Man hätte sich hier durchaus mehr Anregungen und Empfehlungen erwartet. Die Analyse wurde aus seiner Sicht zu allgemein gehalten.

Das Thema Zuordnung zu den Planungsbereichen der Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) wurde ferner von Natalie Walter aufgegriffen. Die beiden Zellertalgemeinden Arnbruck und Drachselsried gehörten ursprünglich zum Planungsbereich Viechtach. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern hat vor mehreren Jahren die beiden Gemeinden dem Planungsbereich Regen/Zwiesel zugeordnet. Zwischenzeitlich entstanden aus dem ursprünglichen Mittelbereich Regen/Zwiesel die hausärztlichen Planungsbereiche Regen und Zwiesel. Die Gemeinden Arnbruck und Drachselsried wurden dabei dem Bereich Zwiesel zugeschlagen. Der Versorgungsgrad bei den Hausärzten zeigt immer noch deutliche Unterschiede. Während die Bereiche Regen und Zwiesel rechnerisch noch über dem Durchschnitt liegen, ist die Zahl der Hausärzte im Bezug zur Bevölkerung im Raum Viechtach deutlich niedriger. Die Geschäftsstellenleiterin sieht mittlerweile durchaus Möglichkeiten, durch einen erneuten Antrag der beiden Gemeinden Arnbruck und Drachselsried dem Planungsbereich Viechtach neu zugeordnet zu werden und sicherte hierzu ihre vollste Unterstützung zu. Bei einem positiven Ausgang des Verfahrens besteht die Möglichkeit, dass sich ein neuer Landarzt in den beiden Gemeinden ansiedeln kann.

Natalie Walter warb zudem auch für das von der Gesundheitsregion plus und den Arberlandkliniken zusammengestellte und sowohl interessante als auch abwechslungsreiche Veranstaltungsangebot, das kostenlos ist und mit dem Vereine und Kommunen angesprochen werden sollen. Mit Vorträgen zu ausgewählten medizinischen Themen wie beispielsweise Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes („Herz unter Stress“) oder der Behandlung von Arthrose am Knie- und Hüftgelenk, über Informationen zur Säuglings-Ernährung oder Ernährung für die Generation 55+, hin zum Umgang mit Demenz ist in dem gemischten Angebot für jede Altersgruppe etwas dabei.


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