04.01.2019, 10:35 Uhr

Unterstützung Mehr Geld für Tierheime

(Foto: pm/Büro Gibis)(Foto: pm/Büro Gibis)

MdL Max Gibis informiert sich beim Tierheim Regen.

REGEN Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich auf Einladung des Kreistierschutzvereins, dem Träger des Tierheimes in Regen, die Einrichtung in der Pometsau bei Regen einmal genauer angesehen und sich die Anliegen um Vereinsvorsitzende und Tierheimleiterin Gaby Wunner angehört. Seit einiger Zeit schon kämpft der Abgeordnete im Bayerischen Landtag für mehr finanzielle Unterstützung für die Tierheime seitens des Freistaates. Mit einer ersten Zusage über zwei Millionen Euro durch das bayerische Umweltministerium für Sanierungs- und Baumaßnahmen bei Tierheimen ist schon ein erster Erfolg gelungen.

Das Team um die Vorsitzende des Kreistierschutzvereins Gaby Wunner hat das Tierheim im Jahr 2013 von der alten Vorstandschaft übernommen und seitdem fast 300.000 Euro in die Einrichtung investiert, um wieder eine zeitgemäße Betreuung und Vermittlung von Fund- und Abgabetieren zu ermöglichen. „Wir haben die Quarantäne- und Aufnahmestation erneuert, die Ausläufe und die Zwinger neu gebaut und auch alle anderen Bereiche saniert, bei denen für eine einwandfreie Hygiene gesorgt werden muss“, so Gaby Wunner. Finanziert wurden die Baumaßnahmen über die Umlage durch die Kommunen von 0,75 Euro pro Einwohner, durch die Mitgliedseinnahmen des Kreistierschutzvereins, durch Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes und vor allem durch Spenden.

„Ohne Spenden könnten wir den Betrieb nicht stemmen“, so Rudolf Radlbeck. „Wir haben laufende Kosten im fünfstelligen Bereich im Monat für vier festangestellte Mitarbeiter, für Tierarztkosten und Futter. Nicht einmal dafür reicht die kommunale Umlage aus. Dazu kommen aber die notwendigen Investitions- und Baukosten.“ Obwohl der größte Sanierungsstau momentan abgearbeitet ist, stehen noch Sanierungsarbeiten in einer Größenordnung von mindestens 200.000 Euro aus. „Ohne mehr finanzielle Unterstützung durch die Kommunen oder durch den Freistaat können wir diese Investitionen nicht stemmen“, erklärt Gaby Wunner.

Der Bedarf für ein zeitgemäßes Tierheim in dieser Größenordnung ist allemal gegeben, erklärt die Tierheimleiterin. „Wir haben alleine im Jahr 2018 über 200 Katzen aufgenommen und deutlich über 100 Hunde. Jedes Tier muss zunächst in Quarantäne, um sicherzustellen, dass es nicht krank ist und andere Tiere anstecken könnte. Wenn es krank ist, fallen Kosten für Medikamente und Tierarzt an, ehe das Tier wieder weitervermittelt werden kann“, so Gaby Wunner“. Der Aufwand für jedes einzelne Fund-Tier ist dabei enorm. MdL Max Gibis zeigte sich überrascht von der Anzahl der abgegebenen Tiere. „Die Gründe dafür könnten unterschiedlicher kaum sein. Wichtig ist jedoch, dass wir eine große Anzahl wieder weiter vermitteln können“, erklärt Gaby Wunner. „Nur in der Weihnachtszeit vermitteln wir keine Tiere, weil die Gefahr hier sehr hoch ist, dass diese nach wenigen Wochen wieder bei uns landen würden.“

Obwohl mittlerweile eine Abgabegebühr erhoben wird, reichen die finanziellen Mittel des Tierheimes nicht aus, um das ganze Jahr über alle Abgabe- und Fundtiere aus dem Landkreis aufzunehmen, zu versorgen und zu vermitteln. „Unsere Hoffnung ist nun eine Unterstützung durch den Freistaat“, so Rudolf Radlbeck.

MdL Max Gibis erklärte, dass die rechtliche Situation der Finanzierung der Tierheime insofern schwierig sei, weil es Aufgabe der Kommunen sei und nicht des Staates. „Insofern geschieht jede staatliche Unterstützung auf freiwilliger Basis“, so Gibis. „Aber mittlerweile haben wir es auch durch meinen Einsatz geschafft, zwei Millionen Euro für Sanierungs- und Baumaßnahmen, für laufende Betriebskosten und für projektbezogene Förderungen für die Jahre 2019 und 2020 bereitzustellen.“ Voraussetzung für ein finanzielles Engagement seitens des Freistaates ist aber immer auch ein angemessener finanzieller Beitrag der zuständigen Kommunen. MdL Max Gibis versprach außerdem, das Tierheim Regen über die Förderrichtlinien der neuen Förderung zu informieren und sich weiterhin für eine bessere finanzielle Ausstattung der Tierheime generell einzusetzen.


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