20.07.2018, 09:06 Uhr

Für mehr Lohn Warnstreik bei der Waldbahn in Zwiesel

(Foto: fotogestoeber/123RF)(Foto: fotogestoeber/123RF)

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft ruft ihre bei der Regentalbahn beschäftigten Mitglieder zu einem Warnstreik auf. Konkret sollen die Beschäftigten der Waldbahn in Zwiesel am Freitag, 20. Juli, die Arbeit befristet niederlegen.

ZWIESEL „Unsere Geduld ist jetzt zu Ende“, stellt EVG-Verhandlungsführer Pierre Reyer fest. „Seit Monaten versucht und der Arbeitgeber hinzuhalten, ohne dass verhandlungsfähige Angebote vorgelegt werden, damit muss jetzt Schluss sein. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind fest entschlossen, für Ihre berechtigten Forderungen einzutreten, das machen wir am Freitag deutlich“.

Die EVG fordert das Lohnniveau bei der Regentalbahn auf das in der Branche Schienenpersonennahverkehr übliche Niveau anzuheben. Zudem wird eine Lohnerhöhung von 2,6 Prozent in Form des EVG-Wahlmodells gefordert. „Unsere Kolleginnen und Kollegen können dabei selbst entscheiden, ob sie 2,6 Prozent mehr Geld haben wollen oder lieber sechs Tage zusätzlichen Urlaub respektive eine Arbeitszeitverkürzung. Das ist das EVG-Wahlmodell, das wir zwischenzeitlich in rund 60 Unternehmen in unserem Organisationsgebiet durchgesetzt haben. Es gibt keinen Grund, warum es das nicht ab 2019 auch bei der Regentalbahn (RGB) geben sollte“, so der EVG-Verhandlungsführer, Pierre Reyer. Das gelte ebenso für den Fonds soziale Sicherung, dessen Leistungen künftig auch EVG-Mitglieder bei der RBG in Anspruch nehmen sollen.

„Unsere Forderungen sind erfüllbar, wir haben sie in den vergangenen Monaten, oft gegen den Widerstand des Arbeitgebers, in anderen vergleichbaren Unternehmen bereits durchgesetzt. Mit unserem Warnstreik machen wir deutlich, dass wir dies nun auch bei der RBG wollen“, so Pierre Reyer.

Die EVG ruft ihre Mitglieder, die bei der Waldbahn in Zwiesel beschäftigt sind, am Freitag, den 20.7.2018 von 14 bis 17 Uhr zu einem Warnstreik auf. „Der Arbeitgeber lässt uns leider keine andere Möglichkeit, liegt anschließend ein verhandlungsfähiges Angebot vor, kehren wir wieder an den Verhandlungstisch zurück“, erklärte Pierre Reyer.


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