14.06.2018, 14:08 Uhr

Auszeichnung für das Netzwerk Glas Bundesministerium für Arbeit und Soziales kürt die fünf besten Fachkräftenetzwerke Deutschlands

Staatssekretär Björn Böhning (BMAS, 1.v.l.) und Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (1.v.r.), überreichen (v.l.) Landrätin Rita Röhrl, Netzwerkkoordinator Stephan Lang und ARBERLAND REGio-Geschäftsführer Herbert Unnasch die Auszeichnung als „Innovatives Netzwerk 2018“. (Foto: ©www.david-biene.de)Staatssekretär Björn Böhning (BMAS, 1.v.l.) und Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (1.v.r.), überreichen (v.l.) Landrätin Rita Röhrl, Netzwerkkoordinator Stephan Lang und ARBERLAND REGio-Geschäftsführer Herbert Unnasch die Auszeichnung als „Innovatives Netzwerk 2018“. (Foto: ©www.david-biene.de)

Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), hat heute im Rahmen des Innovationstages „Fachkräfte für die Region“ die fünf besten regionalen Fachkräftenetzwerke Deutschlands ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählt auch das seit 2010 bestehende Netzwerk Glas, das von der ARBERLAND REGio GmbH, der Kreisentwicklungsgesellschaft des Landkreises Regen, getragen wird und heimische Experten rund um den Werkstoff Glas vereint.

REGEN Mit der Auszeichnung „Innovatives Netzwerk 2018“ möchten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Netzwerke in der Region würdigen, deren Engagement in der Fachkräftegewinnung und -sicherung beispielhafte Impulse für ganz Deutschland gibt.

Das Netzwerk Glas konnte mit einem Bündel innovativer Maßnahmen punkten, mit denen die Netzwerkbetriebe bei der Suche nach Auszubildenden unterstützt und Jugendliche für Glasberufe begeistert werden. Herzstück dieser Aktivitäten ist die Ausbildungstour durch die Glasregion ARBERLAND, bei der Schüler ab der achten Jahrgangsstufe in einer Bustour die Glasfachschule Zwiesel sowie drei bis vier Glasunternehmen aus den Bereichen Glashandwerk, Glastechnik und Optik kennenlernen. In den vergangenen drei Jahren haben dieses Angebot, das einen Einblick in rund 30 Ausbildungsberufe gibt, insgesamt 400 Schüler genutzt. Ein ähnliches Veranstaltungsformat richtet sich an die Lehrkräfte und Ausbildungsberater als Multiplikatoren, um ihnen die Vielfalt der Berufsperspektiven in der Glasbranche aufzuzeigen und den Kontakt zu den Ausbildern und Personalverantwortlichen herzustellen. Das Netzwerk Glas versucht aber ebenso, den potenziellen Fachkräftenachwuchs über neue Medien zu erreichen. So werden beispielsweise die Unternehmen und ihre Karriereangebote nicht nur in einer Ausbildungsbroschüre vorgestellt, sondern auch in Imagespots beworben, die über Facebook, Regionalfernsehen, Kino und eine eigene Webpräsenz zum Werkstoff Glas verbreitet werden. Die Unterstützung gründungsinteressierter Glashandwerker durch eine Infoveranstaltung zur Existenzgründung mit Gründungsberatern und Selbständigen in Kooperation mit der Glasfachschule Zwiesel ist ebenfalls ein Kernziel des regionalen Branchennetzwerks, um den bevorstehenden Generationswechsel bei den selbständigen Glashandwerkern und Glaskünstlern abzufedern.

Neben den Glückwünschen aus Bundesministerium und DIHK gab es auch Anerkennung aus der niederbayerischen Wirtschaft. Alexander Schreiner, Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, gratulierte dem einzigen bayerischen Preisträger zu diesem herausragenden Erfolg: „Die Glasbranche ist nach wie vor ein großer Wirtschaftsfaktor im Bayerischen Wald. Das Netzwerk Glas leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung dieser heimischen Glasunternehmen und zur Fachkräftesicherung in der Region.“ Rita Röhrl, Landrätin des Landkreises Regen und Beiratsvorsitzende der ARBERLAND REGio GmbH, freute sich über die Auszeichnung aus Berlin: „Die Glasregion ARBERLAND ist international bekannt für Lösungen und Produkte vom Glasofen- und Formenbau bis zum Design-gekrönten Trinkglas und innovativem Hightechglas. Dafür bedarf es hoch qualifizierter Fachkräfte, die über die ganze Branche hinweg gesucht sind. Das Netzwerk Glas ist unseren Betrieben ein starker Partner bei der Personalgewinnung.“ Herbert Unnasch, Geschäftsführer der ARBERLAND REGio GmbH, ergänzt: „Nur wer sich heute direkt um die Jugendlichen bemüht, kann im Wettbewerb um die besten Köpfe mithalten.

Beim Netzwerk Glas gehen Imagebildung für die Glaswirtschaft und Fachkräftegewinnung Hand in Hand.“ Diesen Weg wolle man fortführen und damit auch Vorurteile überwinden, die durch Glashüttenschließungen früherer Jahrzehnte bestehen. Regionalmanager Stephan Lang, der das Netzwerk Glas seit 2015 koordiniert, erklärt: „Mit unseren Aktivitäten möchten wir die Leidenschaft unserer Betriebe, Glas zu schmelzen, zu formen und zu gestalten an die junge Generation weitergeben. Glas hat Zukunft und bietet eine große Bandbreite an beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Vielfalt wollen wir bewahren und fördern – auch mit neuen Wegen.“

Das Netzwerk Glas wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie und vom Förderverein Glas.


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