15.03.2018, 09:19 Uhr

Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach „Weiteres Hoffen auf den Dauerbetrieb“

(Foto: Lothar Wandtner)(Foto: Lothar Wandtner)

Landrätin Rita Röhrl und Minister Helmut Brunner sprachen bei Staatsminister Joachim Herrmann vor.

GOTTESZELL/VIECHTACH/MÜNCHEN „Wir hatten positive Gespräche, konnten aber kein konkretes Ergebnis erzielen“, so lautet eine erste Bilanz von Landrätin Rita Röhrl nach einem Gespräch im Innenministerium. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hatte den Termin bei seinem Kabinettskollegen Joachim Herrmann organisiert und neben der Landrätin, ihrem Stellvertreter Willi Killinger und ihrem Büroleiter Günther Weinberger nahmen auch Dr. Wolfgang Schlueter (Go Vit), Arnulf Baier (Wanderbahn im Regental e.V.), MdL Max Gibis, sowie MdL Eberhard Rotter (Aufsichtsrat Bayerische Eisenbahngesellschaft, kurz BEG) und Vertreter des Innenministeriums am Gespräch teil. Die Gruppe aus dem Landkreis setzte sich beim Innenminister dafür ein, dass aus dem Probebetrieb auf der Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach, ein Dauerbetrieb wird.

Staatsminister Herrmann betonte, dass der Freistaat alle Regionen gleich behandeln müsse, insofern brauche man für alle Regionen tragbare Lösungen. Landrätin Rita Röhrl zeigte auf, dass die Fahrgastzahlen weiterhin ansteigen. „Der Trend geht klar aufwärts“, betont sie, und dies bekräftigten auch Schlueter und Beier. „Es wäre den Menschen in der Region schwer zu verkaufen, dass man nun Millionen Euro in eine Strecke investiert hat, die Bahn immer besser angenommen wird, und wir dann den Wiederbelebungsversuch nach nur zwei Jahren beenden“, betonte Röhrl. Unterstützung bekam sie von Landwirtschaftsminister Brunner, der sich als direkt gewählter Stimmkreisabgeordneter stets für die Reaktivierung eingesetzt hat.

Staatsminister Herrmann lobte die Bemühungen vor Ort. Es sei sehr positiv zu bewerten, dass sich der Landkreis Regen in herausragender Weise um einen öffentlichen Personennahverkehr bemühe. Er wisse, dass dies im ländlichen Raum wesentlich schwerer zu organisieren ist, als in dicht besiedelten Gebieten. Der Landkreis Regen wird wir aber sehr zeitnah ein Konzept erarbeiten, wie der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Regen am besten aufgestellt werden kann und definieren, was der Landkreis hier noch machen kann.

„Wir werden uns in drei, vier Wochen noch einmal im Innenministerium treffen“, sagt Landrätin Röhrl, weil die Landrätin eine schnelle Entscheidung herbeiführen will. Solange das letzte Wort zum Thema Streckenreaktivierung nicht gesprochen ist, werden sie und alle Mitstreiter weiter kämpfen. Bis dahin heißt es, „nicht aufgeben.“


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