07.12.2017, 08:54 Uhr

Zukunftsprogramm Geburtshilfe Geburtenstation in Zwiesel könnte davon profitieren

(Foto: Emilia Ungur/123rf.com)(Foto: Emilia Ungur/123rf.com)

Das bayerische Kabinett hat diese Woche das „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ beschlossen. Damit setzt der Freistaat Bayern ein starkes Signal für die Geburtshilfe im ländlichen Raum. Das neue Förderprogramm für die Geburtshilfe in Bayern soll ein jährliches Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro haben und bereits zum Jahr 2018 beginnen.

MÜNCHEN/ZWIESEL „Dazu muss nur noch der Bayerische Landtags seine Zustimmung für den Nachtragshaushalt 2018 geben“, gibt sich MdL Max Gibis ab sehr zuversichtlich diesbezüglich.

Den ersten Schwerpunkt des Programmes stellt die Hebammenhilfe dar. Hierzu sollen Landkreise und kreisfreie Städte ab dem kommenden Jahr für jedes neugeborene Kind pauschal 40 Euro Förderung erhalten, die sie für geeignete Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung der Versorgung mit Hebammenhilfe einsetzen können. Die voraussichtlichen Kosten dafür werden mit etwa 5 Mio. Euro jährlich veranschlagt. „Bei den Maßnahmen kann es sich um die Errichtung von Vermittlungszentralen oder beispielsweise um Werbekampagnen handeln“, erklärt MdL Max Gibis.

Die zweite Fördersäule zielt darauf ab, die Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen bei der Finanzierung defizitärer Geburtshilfestationen an Krankenhäusern im ländlichen Raum zu unterstützen. Dafür sollen Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden. „Kommunen, die das Defizit der Geburtshilfestation vor Ort ausgleichen, weil diese mangels Fallzahlen nicht kostendeckend wirtschaften kann, können in den Genuss dieser Förderung kommen“, so MdL Max Gibis. 15 Prozent des Defizits müssen aber in jedem Fall von der Kommune übernommen werden. „Mit dieser Strukturförderung unterstützt der Freistaat die Landkreise maßgeblich bei der Sicherstellung des flächendeckenden, qualitätsgesicherten Angebots in der stationären Geburtshilfe“, lobte der Landtagsabgeordnete die Maßnahme des Freistaates.

Die Förderung setzt allerdings voraus, dass das Krankenhaus im ländlichen Raum liegt, die Fachrichtung „Gynäkologie und Geburtshilfe“ vorhält, mindestens 300 Geburten im Jahr versorgt und mindestens die Hälfte der Anzahl der Neugeborenen im Landkreis versorgt. Im Landkreis Regen käme die Geburtenstation in Zwiesel in Frage, sofern die erforderlichen Geburtenzahlen erreicht werden. „Im Jahr 2017 wurde bereits die Anzahl von 300 Geburten in Zwiesel erreicht, so dass ich optimistisch bin, dass auch Zwiesel in den Genuss dieser neuen Förderung kommen kann“, zeigte sich MdL Max Gibis optimistisch.


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