08.01.2020, 14:36 Uhr

Dr. Markus Söder legt Grundstein Bayerns Ministerpräsident beschwört Bedeutung von „Kliniken daheim“

(Foto: Christa Latta)(Foto: Christa Latta)

Söder - Investition in Kliniken vor der „Haustür“ macht aus Humanmedizin menschliche Medizin

LANDKREIS. Die Tinte unter den Verträgen zur Fusion der Landkreis-Kliniken Altötting und Mühldorf ist kaum trocken, da wird im Landkreis Altötting schon weiter an Stärkung und Sicherung des Klinikstandorts Altötting gefeilt.

Am Mittwoch wurde der Grundstein des ersten Bauabschnitts zur Erweiterung der Kreisklinik Altötting gelegt – der erste von insgesamt fünf Bauabschnitten.

Die Anwesenheit von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder war Symbol für die Bedeutung dieses Tages. Denn mit den weitsichtig beschlossenen Investitionen in die Zukunft der Kreisklinik kann sich das Haus als Schwerpunktklinik weiterhin behaupten und den Bürgern auf lange Sicht eine wohnortnahe und bestmögliche medizinische Versorgung bieten.

Landrat Erwin Schneider bezeichnete die Entscheidung der Klinikverwaltungsräte, die weit vor der Fusion fiel aber bestens zu ihr passe, als geradezu „prophetisch“.

Insgesamt werden in den fünf Bauabschnitten 100 Millionen Euro investiert, wovon der Freistaat Bayern im Rahmen der Krankenhausförderung Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro trägt. Den Rest schultert der Landkreis.

Der Neubau von Bauabschnitt 1 wird ab Mitte 2021 sieben hochmoderne OP-Säle, Zentrallabor und Zentralsterilisation beherbergen. Im Bauabschnitt 2 werden ab März 2020 die Bettenhäuser aufgestockt und damit um 80 Betten vergrößert.

Bauabschnitt 3 sieht die Erweiterung der Intensivstation und der Intermediate Care vor. Die Abschnitte 4 und 5 umfassen den Umbau im Bestand und die Sanierung der Bettenhäuser.

Söder gratulierte den Landkreisen Altötting und Mühldorf in Sachen Fusion zu der richtigen Grundentscheidung: „Aus Münchner Sicht ist diese Zusammenarbeit selbstverständlich. Aus Binnensicht der Landkreise war das etwas schwieriger.“

Der Ministerpräsident bezeichnete die medizinische Versorgung vor Ort als „eine der schwierigsten Aufgaben der Kommunalpolitik“. Um den Menschen wohnortnahe Kliniken zu bieten, seien die hohen Investitionen von Freistaat Bayern und der Landkreise sinnvoll, denn „Humanmedizin darf nicht nur Medizin am Menschen sein, sie muss Medizin für den Menschen sein“. Er dankte Ärzten und Pflegepersonal, die im Krankenhaus nicht nur für die Qualität der Versorgung sorgen, sondern auch für Menschlichkeit im Umgang mit den Patienten.

Deshalb wolle der Freistaat die Investitionen im Landkreis Altötting weiter begleiten, die Förderungen einhalten und den Standort so auf Jahre erhalten: „Ihr habt ja sicher schon die Bauabschnitte 9 und 10 im Hinterkopf!“

Foto - Bayerns Ministerpräsident versenkt die versiegelte Zeitkapsel – darin auch eine aktuelle Wochenblatt-Ausgabe – im Grundstein für den Klinik-Erweiterungsbau in Altötting (v.l.): Klinik-Vorstand Michael Prostmeier, Architekt Ulrich Jonas, HSP Projektmanagement Thomas Häringer, Dr. Markus Söder, Landrat Erwin Schneider und Ärztlicher Direktor Prof. Michael Kraus.


0 Kommentare