23.10.2019, 10:06 Uhr

Atom-Übung in Töging Der Landkreis Altötting übt den Super-GAU


Wenn es das KKW Isar „zerreißt“, werden die Evakuierten auch in unseren Landkreis gebracht und versorgt

LANDKREIS. Für die Übung des Ernstfalls wurde die Freisetzung radioaktiver Strahlung nach einem Atomunfall im Kernkraftwerk bei Landshut angenommen. Die Töginger Mehrzweckhalle war am Samstag Schauplatz der Evakuierung und Erstversorgung. Rund um Landshut wurden 21 Objekte als Notfallstationen ausgewählt. Regelmäßig finden hier Übungen der „Spezialtruppe“ mit 114 Kräften statt.

In einer Notfallstation wird zunächst festgestellt, ob eine Verstrahlung vorliegt. Kontaminierte Personen müssen nach Geschlechtern getrennt ihre Kleidung ablegen und unter der Dusche – angeleitet von Spezialkräften – radioaktive Partikel entfernen. Es folgt eine weitere Strahlenmessung und die Versorgung mit unverstrahlter Ersatzkleidung. Ein Strahlenschutzarzt weist die Personen entweder zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus oder entlässt sie in eine Aufnahmeeinrichtung in einem sicheren Gebiet.

Die freiwilligen „Opfer“ und Dutzende Einsatzkräfte der einzelnen Katastrophenschutz-Fachdienste zeigten in Töging, dass diese „Erstsichtung“ im Fall eines Super-GAUs perfekt funktioniert.


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