06.05.2019, 17:16 Uhr

Landratsamt lehnt ab Rindertransporte um die halbe Welt?

Das Landratsamt stellt sich gegen drei Rinderexporte.Foto: 123rf  (Foto: stefanholm/123RF)Das Landratsamt stellt sich gegen drei Rinderexporte.Foto: 123rf (Foto: stefanholm/123RF)

Drei Tiertransporte über mehr als 3.000 und 5.000 Kilometer sind jetzt „gerichtsmaßig“

LANDKREIS. Das Landratsamt Altötting hat sich zum Wohl von Rindern mit dem Zuchtverband Mühldorf angelegt. Nach Abwägung von wirtschaftlichen Interessen landwirtschaftlicher Betriebe gegen das Tierwohl hat das Amt die für den Export nötigen tiermedizinischen Vorzeugnisse in drei Fällen verweigert.

Im ersten Fall sollen die Rinder in den Libanon ausgeführt werden (ca. 3.370 Kilometer). In zwei neuen Fällen soll die Reise rund 5.260 Kilometer weit nach Usbekistan gehen. Die Veterinäre und Landrat Erwin Schneider stützen sich auf eine Negativliste des Bayer. Umweltministeriums. Darin geht es um Exportländer, deren Tierwohl-Bestimmungen als problematisch angesehen werden und ein Export dorthin genau geprüft werden muss.

Wie das Landratsamt am Montagnachmittag mitteilte, hat der Zuchtverband geklagt. Am Dienstag wird das Verwaltungsgericht eine Eilentscheidung fällen.

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