30.04.2019, 14:55 Uhr

Arbeitsmarktbericht April Freundliche Quote zum Beginn der Vorsaison

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Die Landkreisquoten: Landkreis Traunstein 2,6 Prozent; Landkreis Berchtesgadener Land 3,4 Prozent; Landkreis Altötting 2,6 Prozent und Landkreis Mühldorf 2,9 Prozent

LANDKREIS. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im April um 0,4 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent, das sind 7.800 Menschen. Im Vergleich zum März sind 1.040 Menschen weniger gemeldet, das sind 11,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 234 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die einzelnen Landkreisquoten: Landkreis Traunstein 2,6 Prozent; Landkreis Berchtesgadener Land 3,4 Prozent; Landkreis Altötting 2,6 Prozent und Landkreis Mühldorf 2,9 Prozent.

„Die Wiedereinsteller in den Bau- und Außenberufen sind mit der nächsten Woche fast alle wieder in den Betrieben, das sieht man auch an der isolierten Arbeitslosenquote der Männer, die von 3,7 Prozent im März nun bei 3,0 Prozent liegt“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „in absoluten Zahlen sind das 974 Männer mehr in Arbeit als im März, während es bei den Frauen nur eine geringe Veränderung um minus 66 Gemeldete zeigt.“

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im April 2,6 Prozent, das sind 1.645 Menschen. Im März lag die Quote noch bei 3,0 Prozent, das heißt, 227 Menschen weniger sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 51 Menschen weniger.

641 Menschen sind älter als 50 Jahre (Vormonat 702), 444 darunter sind älter als 55 Jahre (Vormonat 480). Der Jahresvergleich zeigt neben dem momentanen Rückgang um 61 einen geringeren Rückgang um 8 Menschen. „Der Anteil der Älteren über 50 Jahre beträgt 39,0 Prozent“, so Müller, „wir sind bei der Anpassung des Arbeitsmarktes an die veränderten demografischen Bedingungen alle gefragt, mit Konzepten, Ideen und Kreativität. Das heißt, wir müssen ganz konkret auch lang eingespielte Abläufe oder Traditionen des Berufsalltags überprüfen, ob sie zur Leistungsfähigkeit eines älteren Teams noch passen“, mahnt Müller.

42 Jüngere unter 20 Jahren sind auf Arbeitssuche, im Vorjahresmonat waren es 32. Gegenüber März sind es 7 junge Menschen weniger. Die Zahl derer unter 25 Jahren ist im Vormonatsvergleich um 35 auf 149 junge Menschen gesunken, im Vorjahresvergleich um 14.

434 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. 266 Bewerber gelten noch als unversorgt. „Das bedeutet für die Arbeitgeber, sich auch um ältere Bewerber zu bekümmern. Einige Arbeitgeber berichten über sehr gute Erfahrungen mit älteren Azubis, sie seien strukturierter und oftmals engagierter. Für eine Ausbildung ist es nie zu spät“, appelliert Müller.

564 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 48 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 796 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, das sind 49 weniger als im Vergleichsmonat 2018. 382 darunter nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, hiervon 333 Kunden der Agentur und 49 Kunden des Jobcenters. In Ausbildung und/oder Qualifizierung meldeten sich 133 Menschen ab (Agentur 62; Jobcenter 71).

Der Stellenbestand ist im Jahresvergleich um 91 auf 867 gestiegen. Darunter sind 227 neue Angebote. Die jeweils größten Anteile bilden 298 Angebote aus Produktion und Fertigung, 136 Stellen bei Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit und 119 Chancen in den Gesundheitsberufen.


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