01.05.2019, 09:00 Uhr

Im Landkreis Altötting 2018 mehr Krankmeldungen als im Vorjahr

(Foto: AOK Bayern)(Foto: AOK Bayern)

Mit 4,6 Prozent liegt der Krankenstand aber unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent

LANDKREIS. Die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand für das Jahr 2018 2018 zeigt: Im Landkreis Altötting sind AOK-versicherte Arbeitnehmer gesünder als im bayernweiten Vergleich. Mit 4,6 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich mehr Beschäftigte krank gemeldet. Der Krankenstand kletterte im Landkreis Altötting um 0,2 Prozentpunkte nach oben.

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. 45,3 Krankmeldungen je 100 erwerbstätige AOK-Mitglieder gab es im vergangenen Jahr im Landkreis Altötting wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 42,3 Krankmeldungen. Experten führen die Steigerung um 7,1 Prozent auf die Erkältungswelle Anfang 2018 zurück. Im Landkreis Altötting stiegen die Krankschreibungen deswegen insgesamt um 0,2 Prozent auf 4,6.

Auf Muskel-/Skeletterkrankungen entfielen 30,4, auf Verletzungen 15,1 und auf Erkrankungen des Verdauungssystems 13,8 Arbeitsunfähigkeitsfälle. „Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, so Dieter Trost, Fachbereichsleiter Gesundheit bei der AOK-Direktion Altötting/Mühldorf. Statistisch gesehen war deswegen 2018 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Altötting 4,9 Tage krankgeschrieben. 2,5 Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, 2,8 Krankheitstage wegen Verletzungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank, im Landkreis Altötting waren es im Schnitt 16,6 Tage.

Unverändert gibt es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,6 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,2 Prozent. Die Ursachen hierfür: Nordbayerische Unternehmen haben deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

„Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir seit über 20 Jahren Unternehmen aus unserer Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement“, so Dieter Trost. Allein im AOK-Direktionsbereich Altötting/Mühldorf nutzen jährlich über 50 Unternehmen diesen Service. Bayernweit waren es allein im vergangenen Jahr mehr als 2.500 Unternehmen. Dabei zählte etwa jedes dritte Unternehmen zum verarbeitenden Gewerbe, jedes vierte Unternehmen gehörte der Gesundheits- und Sozialbranche an. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen profitieren von individuellen Angeboten für einen gesunden Arbeitsplatz. Fast 45 Prozent der Unternehmen mit langfristigen Projekten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) beschäftigen weniger als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die AOK Bayern stemmte damit mehr als jedes sechste BGF-Projekt der gesetzlichen Krankenkassen bezogen auf ganz Deutschland.


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