31.01.2019, 09:10 Uhr

Arbeitsmarktbericht Januar Winterliche Zahlen zum Jahresanfang

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Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im Januar 3,6 Prozent

TRAUNSTEIN. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im Januar 3,6 Prozent, eine Steigerung gegenüber Dezember um 0,7 Prozentpunkte. 1 932 Menschen mehr als im Vormonat, das ist ein Anstieg um 23,7 Prozent sind arbeitslos. Der Vorjahresvergleich zeigt jedoch, dass 449 Menschen weniger arbeitslos gemeldet sind, das sind 4,3 Prozent. Die Quote betrug im Vorjahr 3,9 Prozent. Insgesamt sind in den vier Landkreisen 10.069 Menschen auf Arbeitssuche. Die Arbeitslosenquoten in den einzelnen Landkreisen: Traunstein 3,4 Prozent; Altötting 3,4 Prozent, Berchtesgadener Land 4,6 Prozent und Mühldorf 3,6 Prozent.

Die 10.069 Menschen sind nach Rechtskreisen wie folgt verteilt: 6 370 Arbeitslose sind Kunden der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III), das sind 1 849 mehr als im Dezember, ein Anstieg um 40,9 Prozent. Im Rechtskreis SGB II, den die Jobcenter umsetzen, sind es 3 699 Kunden, 83 Menschen oder 2,3 Prozent mehr als im Dezember. „Dieser unterschiedliche Anstieg ist in der Winterarbeitslosigkeit der Außenberufler begründet, von denen die meisten eine Wiedereinstellungszusage für das Frühjahr haben“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „mit saisonalen Schwankungen müssen wir jedes Jahr in unterschiedlicher Ausprägung umgehen. Sollte die derzeitige Schneelage anhalten, könnte sich der Wiedereinstellungstermin nach hinten verschieben. Natürlich beraten wir auch Wiedereinsteller, die sich umorientieren oder weiterbilden möchten, oder deren Arbeitgeber noch keine Wiedereinstellung ausgesprochen haben.“

925 Arbeitslose sind jünger als 25 Jahre darunter 148 unter 20 Jahre. Die Arbeitslosenquote der Jüngeren liegt mit 2,8 Prozent unter der Gesamtquote; im Vorjahr waren es 3,2 Prozent.

3 843 arbeitslose Menschen sind älter als 50, darunter 2 431 älter als 55 Jahre. Diese Altersgruppe bildet 38,2 Prozent der Gesamtheit. Im Dezember waren es 689 weniger und im Januar des Vorjahres 9 Menschen mehr in dieser Gruppe.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 1 922 um 39 gestiegen, im Vorjahresvergleich erfreulicherweise um 289 Menschen gesunken.

2 596 Abmeldungen und 4 501 Arbeitslosmeldungen im Berichtsmonat machen die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt deutlich. „Eine genaue Betrachtung der Neumeldungen zeigt uns, dass sich 3 337 Menschen direkt aus Erwerbstätigkeit in unseren Agenturen gemeldet haben“, erläutert Müller, „das sind gut 74 Prozent. Für uns heißt diese Zahl auch, dass sich der überwiegende Anteil dieser Kunden innerhalb der nächsten drei Monate, sobald die Witterung es zulässt, wieder abmelden wird.“

Der Stellenbestand ist mit insgesamt 3 705 Angeboten moderat um 71 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 60 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 896 neue Stellen, das waren 86 mehr als vor einem Jahr. Darunter sind auch Stellen in den Außenberufen, die erst nach dem Winter besetzt werden sollen.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Januar 3,4 Prozent, das ist ein Anstieg gegenüber Dezember um 0,5 und ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresmonat. 2 116 Menschen waren im Januar arbeitslos gemeldet, 324 mehr als im Dezember und 178 weniger als im Vergleichsmonat 2018.

Darunter sind 189 Jüngere unter 25 Jahren, das sind 42 mehr als im Vormonat und 34 weniger als im Januar des Vorjahres. 833 Ältere über 50 Jahre, 95 mehr als im Dezember bilden 39,4 Prozent des Bestandes. Darunter sind 560 älter als 55 Jahre.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 388, das sind 10 weniger als im Dezember und 104 weniger als im Vergleichsmonat 2018. 161 Menschen mit Schwerbehinderung sind gemeldet, 14 mehr als im Vormonat und einer mehr als im Vorjahresmonat. „“Wir appellieren in jedem Gespräch mit Arbeitgebern, sich den zweiten Blick zu erlauben und einen schwerbehinderten Menschen nach seiner Qualifikation und nicht nach vermeintlichen Einschränkungen zu beurteilen“, so Müller.

533 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, dem stehen 856 Neumeldungen gegenüber. Hiervon kamen 567 Menschen aus Erwerbstätigkeit, allein 151 aus den Bauberufen. „Auch im Landkreis Altötting unterscheiden sich die Zugangszahlen nach den Rechtskreisen“, analysiert Müller „der Anstieg bei den Neumeldungen liegt bei der Agentur bei 41,7 Prozent, das sind 197 mehr und im Jobcenter gab es im Januar keinen Unterschied zum Vormonat, 187 Menschen haben dort Leistungen beantragt.“

884 Stellen sind im aktuellen Bestand, 18 mehr als im Vormonat und 87 mehr als im Januar des Vorjahres. Das entspricht einem Anstieg um 10,9 Prozent. 183 Angebote wurden neu aufgenommen. Im Bestand sind 312 Angebote allein aus den Fertigungsberufen. Fachkräfte mit Berufen im Bereich Verkehr, Logistik und Sicherheit haben bei 142 offenen Stellen gute Chancen.


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