26.01.2018, 12:49 Uhr

MdL Knoblauch warnt Die Freiwillige Wehr muss einen höheren Stellenwert genießen

(Foto: Büro MdL Günther Knoblauch)(Foto: Büro MdL Günther Knoblauch)

Zu einem Gespräch über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr hat sich der Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch mit Vertretern der Burghauser Wehr getroffen. 1. Kommandant Franz Xaver Haringer schilderte, wo die Einsatzkräfte an ihre Grenzen stoßen.

BURGHAUSEN Ein Thema war die immer stärker werdende Beanspruchung der Freiwilligen Feuerwehren durch Einsätze, bei denen keine Gefahr im Verzug ist.  Das führt zu sinkender Akzeptanz durch die Arbeitgeber und  ist eine gefährliche Entwicklung, warnt MdL Günther Knoblauch. Der sich deshalb bereits vor einiger Zeit an Innenminister Joachim Herrmann und den Polizeipräsidenten gewandt hat, um eine Überarbeitung des Alarmierungssystems zu erreichen.

Die freiwilligen Feuerwehren werden laut der Schilderung immer häufiger zu Amtshilfen, wie Türöffnungen, gerufen. Bei Unfällen warten die Einsatzkräfte oft längere Zeit auf den Abschleppdienst, da diese Dienstleister keine Zeitvorgabe einhalten müssen. Die Unfallstelle muss aber gesichert bleiben. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Feuerwehren verstärkt Einfluss auf die Vergabe bekommen“, verspricht Knoblauch, „hier darf nicht nur nach dem günstigsten Angebot entschieden werden.“

Weitere Themen des Gesprächs waren der steigende Bürokratismus, der zu einer Belastung für die freiwilligen Kräfte führt, sowie die hohe Quote von Fehlalarmen bei Brandmeldeanlagen. Dies werde sich in Zukunft durch die technischen Weiterentwicklungen bei automatisierten Notrufen im Automobilbereich noch verschärfen, so Haringer. Auch hier müsse eine Regelung zur abgestuften Alarmierung getroffen werden.

Angesichts vermehrt auftretender Katastrophenwarnungen wegen starker Unwetter müsse auch das Thema Vorratshaltung für den Katastrophenfall wieder stärker in den Vordergrund rücken, so eine weitere Forderung der Feuerwehr. In erster Linie wichtig sei die Versorgung mit Benzin, Diesel und Gemischen für Notstromaggregate, Kettensägen und weitere Gerätschaften. „Bei einem Stromausfall ist nicht gewährleitet, dass die Feuerwehren über längere Zeit jede Hilfe leisten können“, so Haringer. Die Feuerwehr muss sich mit Treibstoffen selbst versorgen, was in kleinen Feuerwehren nicht so einfach möglich ist, da die Lagerung von Benzin und Diesel der Gefahrstoffverordnung unterliegt und spezielle Auffangsysteme beschafft werden müssen.  Günther Knoblauch versprach, sich dafür einzusetzen, dass das staatlich organisiert wird.


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