22.11.2017, 09:49 Uhr

Burghausen schießt noch mal Geld zu Gnadenfrist für das Tierheim Arche Noah

(Foto: Vitali Loboda)(Foto: Vitali Loboda)

Bis Ende 2018 muss das Tierheim seine Pforten schließen

BURGHAUSEN. Die Schließung des Tierheims „Arche Noah“ in Raitenhaslach, betrieben vom Tierschutzverein Burghausen, zum 31. Dezember 2017 war bereits beschlossene Sache.

Für den Vorstand des Tierschutzvereins Burghausen, unter 1. Vorsitzenden Anneliese Anderson, schien das die einzig richtige Lösung. Denn „ein Weiterbetreiben des Tierheimes würde über kurz oder lang in der Zahlungsunfähigkeit enden“, so der Vorstand. „Deshalb haben wir schweren Herzens beschlossen, das Tierheim Ende 2017 zu schließen, wenn wir keine Unterstützung bekommen.“

Im Wirtschaftsplan des Tierheims für das Jahr 2018 klafft ein Loch von 30.000 Euro, das nicht durch Fundtierpauschalen, Mitgliedsbeiträge und Spenden gedeckt werden kann. Auch die kleine Erbschaft, von der das Tierheim in den letzten Jahren zehrte, ist aufgebraucht.

Seit 9. November 1979 finden in der Arche Noah all die Tiere ein neues Zuhause, die keiner mehr will. Anneliese Anderson: „Wir haben 2016 und Anfang 2017 sehr viele kranke Tiere gehabt, besonders Kätzchen. Die Tierarztkosten waren deshalb außergewöhnlich hoch. 2016 haben wir insgesamt 200 Tiere aufgenommen.“ Um Betreuung und Training der Tiere kümmern sich in einer Sieben-Tage-Woche drei angestellte Teilzeitkräfte mit Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher.

Die Stadt Burghausen hat das Tierheim in Raitenhaslach regelmäßig immer wieder über die Fundtierpauschale hinaus finanziell unterstützt. Und auch jetzt springt die Stadt auf Bitten des Tierschutzvereins ein, um das Tierheim bis Ende 2018 betreiben und die Schließung geordnet abwickeln zu können.

Das Tierheim hat um einen Zuschuss von 15.000 Euro gebeten – zusätzlich zur Fundtierpauschale für 2018. Der Stadtrat hat dieser Bitte in der Sitzung vergangene Woche entsprochen. Zugleich wurde die Fundtierpauschale um knapp 1.000 Euro erhöht.

Sollte das Tierheim über das Jahr 2018 hinaus weitergeführt werden, könnte die Stadt das Geld zurückfordern. Denn, so Burghausens Bürgermeister Hans Steindl im Hauptausschuss: „Der Zuschuss wird gewährt, um die Schließung des Tierheims im Jahr 2018 zu unterstützen.“ Nach 2018 werden Fund- und Abgabetiere im Landkreistierheim Winhöring unterkommen.

Da, wie eingangs erwähnt, trotz der dicken Finanzspritze aus Burghausen noch weitere 15.000 Euro im Haushalt des Tierheims fehlen, bittet der Tierschutzverein um Spenden.

„Wir bitten alle Mitbürger und Vereine um Hilfe. Bitte spenden Sie, denn jeder Euro zählt. Oder werden Sie für 24 Euro im Jahr Mitglied des Tierschutzvereins“, so die 1. Vorsitzende Anneliese Anderson. „Und besuchen Sie uns bitte auf dem Weihnachtsmarkt in Burghausen in den Grüben wo wir wieder einen Stand haben werden.“

Die IBAN des Spendenkontos: DE95 7115 1020 0000 3209 94, BIC: BYLADE1MDF bei der Sparkasse Altötting-Mühldorf.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage tierheim-burghausen.de oder auf Facebook Tierheim ArcheNoah Raitenhaslach.

Anneliese Anderson: „Wir bedanken uns im Namen all unserer Tiere, unseres Tierheimteams, unserer Ehrenamtlichen und der gesamten Vorstandschaft bei den Spendern.“


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