18.03.2020, 11:04 Uhr

Kommentar Stichwort „Solidarität“ - Zusammenhalt in Zeiten der Krise

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Lange nicht mehr wurde das Wort „Solidarität“ so häufig gebraucht. In Zeiten der Corona-Pandemie aber zeigt sich: Es gibt sie noch!

Straubing. Es gibt vieles, worüber man sich im Moment aufregen kann. Hamsterkäufe in den Supermärkten sind da ganz weit oben. Nudeln, Hefe, Klopapier ... es wird gehamstert, was das Zeug hält. Warum, das versteht kaum jemand. Womöglich könnte hier ein Psychologe erklären, welchen Schalter es da bei manchen Mitmenschen umlegt. Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Supermärkte dazu übergehen, die begehrtesten Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen abzugeben. Manche Menschen muss man offenbar zur Solidarität zwingen. Traurig, aber wahr.

Doch die Corona-Krise bringt auch Erfreuliches zutage. Es organisiert sich gesellschaftlicher Zusammenhalt. So hat es im sozialen Netzwerk Facebook beispielsweise die Gruppe „Straubing hält zam!“ innerhalb weniger Tage auf über 1.700 Mitglieder gebracht. Hier wird Nachbarschaftshilfe organisiert und sich gegenseitig geholfen. Beim BRK-Kreisverband können sich Ehrenamtliche als Einkaufshelfer einbringen. Und sogar Taxi-Unternehmen bieten im Notfall einen Besorgungsservice.

Das macht Hoffnung. Offenbar hat der Egoismus doch noch nicht alle befallen. Auch wenn mancher Kunde zur Solidarität gezwungen werden muss!

Deshalb an dieser Stelle mein großer Dank an alle, für die Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Solidarität keine Fremdwörter sind. Und auch ein Dank an alle, die einfach nur möglichst ruhig bleiben. Panik hilft uns nicht durch diese Krise.

Bleiben Sie gesund

Stefan Schmidbauer


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