30.09.2020, 11:33 Uhr

Erneut Rekordpreise für Immobilien in München

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Im Jahr 2019 wurden für Immobilien und Grundstücke in München über 16,9 Milliarden Euro gezahlt. Es ist noch nicht abzusehen, ob die Corona-Pandemie dies ins Negative ändern könnte, denn investiert wird weiterhin in Immobilien — diesmal aber überwiegend durch ausländische Investoren.

Rekordpreise für Immobilien

Insgesamt wurden 2019 etwa 12.500 Grundstücke, Häuser und Wohnungen verkauft. Das ist etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr, obwohl 2018 bereits deutlich mehr verkauft wurde. Das Jahr 2019 war aber seit 2011 wieder ein Rekordjahr.

Diesmal liegt es aber nicht daran, dass mehr Objekte gekauft beziehungsweise verkauft worden sind, sondern schlicht daran, dass die Immobilienpreise deutlich gestiegen sind. Das liegt vor allem daran, weil Wohnungen und Häuser weiterhin Mangelware in München sind.

Hinzu haben sich die Preise für Gewerbeimmobilien sogar verdoppelt. Büros, Hotels und andere Gewerbeimmobilien sind beinahe nicht mehr den Mittelstand bezahlbar. All die Zahlen stammen aus dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte und sind daher sehr genaue Angaben im Vergleich zu den Schätzungen der Branchen.

Was können Immobilienmakler tun?

Wer auf der Suche nach Immobilien ist, der muss sich vor allem um einen Makler kümmern. Die Chancen auf ein Haus oder auf eine Wohnung steigen insbesondere in Ballungszentren wie München deutlich. Außerdem kann ein Makler dafür sorgen, dass Wucherpreise nicht bezahlt werden mit einer entsprechenden Warnung.

Häufig besitzen City Immobilienmakler auch eine genaue Statistik über die Preisentwicklung der jeweiligen Immobilie. Vergessen werden darf aber in keinem Fall, dass München entsprechend teurer ist als ein Randgebiet, wie zum Beispiel Heldenstein oder der Landkreis Mühldorf am Inn.

Der Landkreis wirbt nämlich verstärkt, dass Menschen aus der Großstadt in die ländliche Region ziehen, denn hier warten Arbeitsplätze und Grundstücke auf neue Eigentümer. Die Werbemaßnahmen wurden verstärkt durch den neuen Autobahn-Teilabschnitt, welcher die Reisezeit nach München auf 30 bis 40 Minuten verkürzt.

Wann ist eine Obergrenze erreicht?

Angesichts der Immobilienpreise stellt sich außerdem die Frage, wann eine Obergrenze erreicht sein könnte. Tatsächlich könnte im Spätsommer eine Obergrenze erkennbar sein, dies stellt sich aber erst noch heraus. Allerdings zeigt es sich schon jetzt, dass die Preise immer langsamer ansteigen. Dieses Jahr waren es etwa sieben Prozent, während es letztes Jahr ein Plus von 9,8 Prozent waren.

Makler berichten außerdem davon, dass Luxus-Objekte derzeit nicht so häufig nachgefragt werden. Bis sich ein solches Objekt verkauft, vergeht aktuell deutlich mehr Zeit. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich Corona noch hierauf auswirken könnte.

Immer mehr Umzugspläne

Außerdem ist ein Trend in der Bevölkerung zu erkennen, denn immer mehr Menschen planen einen Umzug. Aus München und Umgebung wird gerne in eine andere Großstadt gezogen — wie zum Beispiel Hannover. Allerdings beruht der Trend auf Gegenseitigkeit.

Umzugsunternehmen sind daher — trotz Corona — ausgelastet, nachdem die ersten Lockerungen geschehen sind. Während der Ausgangsbeschränkungen hat die Branche einen deutlichen Dämpfer erlitten, denn keine dringlichen Umzüge mussten sogar abgesagt werden.

Doch mittlerweile hat sich beinahe jeder Branche wieder einigermaßen erholt. Noch sind aber einige Branchen in den Bundesländern eingeschränkt. In den nächsten Wochen ist aber auch hier mit entsprechenden Lockerungen zu rechnen, dann entspannt sich auch die Lage bei den Immobilien.


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