20.08.2020, 10:48 Uhr

Schlafmangel – Die Auswirkungen auf unseren Körper

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Immer mehr Menschen leiden heutzutage unter Schlafstörungen. Egal ob Stress, Sorgen oder Bauarbeiten direkt vor dem Schlafzimmer - welche Ursache es für eine zu kurze Nachtruhe auch gibt, Schlafmangel kann ernste Folgen haben. Wer das natürliche Schlafbedürfnis seines Körpers ignoriert, muss schon nach kurzer Zeit mit ersten körperlichen Auswirkungen rechnen.

Konzentration und Reaktionsvermögen nehmen ab

Eines der ersten Anzeichen für zu wenig Schlaf sind Konzentrationsschwierigkeiten. Vor allem Schwächen bei der Wortfindung machen sich früh bemerkbar. Außerdem sorgen bei Schlafmangel schon kleinste Störungen für Ablenkung und selbst für Routineaufgaben wird überdurchschnittlich viel Anstrengung benötigt. Das liegt daran, dass die Funktionsfähigkeit des Gehirns sowie die Schaltung zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis durch zu wenig Schlaf eingeschränkt werden. Und auch die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, was vor allem im Straßenverkehr mit Gefahren verbunden sein kann. Grund dafür ist die erhöhte Ausschüttung des Botenstoffs Adenosin. Dieser sorgt dafür, dass schon ab fünf Stunden Schlaf oder weniger ähnliche Symptome gezeigt werden, wie nach dem Konsum von Alkohol.

Wenig Schlaf schränkt die Hirnkapazität ein

Im Schlaf verarbeitet das Gehirn außerdem die Erlebnisse des Tages. Damit das gelingt, ist ein ausreichend langer Tiefschlaf ohne äußere Störungen nötig. Erfahrungen und über den Tag Erlerntes werden sortiert und abgespeichert, neu erworbenes Wissen gefestigt. Ist die Tiefschlafphase allerdings zu kurz, wird die Hirnleistung reduziert, mit der Folge, dass Erlebtes und Erlerntes nicht mehr komplett in das Erinnerungsvermögen übernommen werden. Zudem fanden amerikanische Forscher heraus, dass nicht nur die Speicherfähigkeit des Gehirns durch zu wenig Schlaf herabgesetzt, sondern auch die allgemeine Aufnahmefähigkeit langfristig reduziert wird. Das lässt sich nicht nur dadurch beobachten, dass Informationen grundsätzlich langsamer verarbeitet und schlechter gespeichert werden, sondern auch durch physische Veränderungen – denn bei zu wenig Schlaf nimmt das Hirnvolumen ab.

Schlafmangel macht dick

Während des Schlafens wird das Hormon Leptin freigesetzt, welche Hungergefühle hemmt. Außerdem werden im Schlaf zahlreiche Kalorien ebenso wie Fett verbrannt und der Zuckerspeicher in der Leber geleert. Wird die Leptinauschüttung durch zu wenig Schlaf reduziert, kommt es stattdessen zu einer vermehrten Freisetzung von Ghrelin, welches dafür sorgt, dass häufiger Hunger verspürt wird. Das Resultat ist eine Gewichtszunahme.

…und beeinflusst den Blutzucker

Bereits in mehreren Studien wurde das Schlafverhalten von Menschen untersucht, welche an Diabetes Typ 2 erkrankt waren. Die durchgeführten Testreihen ergaben eindeutig, dass ab einer Schlafdauer von weniger als sieben Stunden teils extreme Blutzuckerschwankungen zu erkennen waren. Auch bei gesunden Menschen führen eine schlechte Schlafqualität und Schlafmangel zu schwankenden Blutzuckerwerten und können so das Risiko an Diabetes zu erkranken gefährlich erhöhen.

Anfälliger für Krankheiten durch schlechten Schlaf

Bei längerfristiger Schlaflosigkeit nimmt außerdem die Leistungsfähigkeit des Immunsystems stark ab. Schon nach zwei Wochen mit lediglich fünf bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht zeigt sich dieser Effekt. Drei- bis viermal häufiger erkranken Menschen mit Schlafstörungen an Infektionen und Erkältungen, nach einem Monat ergeben sich weitere Langzeitfolgen:

•Herzinfarktrisiko steigt

•vermehrte Kalk- und Cholesterinablagerungen in Gefäßen und Arterien

•Kopfschmerzen und Migräne kommen häufiger vor

•Risiko für Depressionen steigt

•erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen

•Übergewicht

•Diabetes-Erkrankung wird wahrscheinlicher

•erhöhte Entzündungsaktivität im Körper

Schlafqualität verbessern

Wer zu wenig oder schlecht schläft, kann seine Schlafqualität manchmal schon mit wenigen Änderungen deutlich verbessern:

1. Das richtige Bett: Ein quietschendes Bettgestellt oder eine steinharte Matratze machen ruhigen Schlaf praktisch unmöglich. Hochwertige Betten, wie sie bei der slewo // schlafen leben wohnen GmbH zu finden sind, sind der erste Schritt zu einer entspannten Nachtruhe.

2. Die richtige Temperatur: viele Menschen machen den Fehler, das Schlafzimmer wohlig warm zu heizen, bevor sie ins Bett gehen. Studien zeigen, dass die beste Schlafqualität jedoch bei ca. 18 Grad erreicht wird.

3.Auf Kaffee und Alkohol verzichten: Auch wenn es schwerfällt, wer ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, sollte seinen Alkohol- und Kaffeekonsum dringend herunterfahren. Während ein Glas Wein zunächst beim Einschlafen hilft, sorgt der Alkohol im Laufe der Nacht für vermehrtes Aufwachen. Kaffee wiederrum braucht mehrere Stunden, bis es abgebaut wird und hindert viele Menschen daran einzuschlafen – mit dem Ergebnis, dass am nächsten Tag ein neuer Koffeinkick benötigt wird. Ein Teufelskreis.


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