20.01.2020, 09:41 Uhr

Berufliche Eingliederung durch den AVG´s

(Foto: pixabay.com)(Foto: pixabay.com)

Für viele Menschen ist es schwierig, beruflich Fuß zu fassen.

Das mag vor allen bei Langzeitarbeitslosigkeit der Fall sein aber auch bei Personen, die keine abgeschlossene Ausbildung haben, zu alt sind oder in gesättigten Berufsgruppen tätig sind. Auch Mütter sind nicht immer die erste Wahl, da sie zeitlich oftmals nicht so flexibel sind. Was auch immer der Grund sein mag, der AVGS kann eine Chance für eine Wiedereingliederung in die Arbeitswelt sein.

Was ist der AVGS und für wen ist er gedacht?

Hierbei handelt es sich um den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, den die Arbeitsagenturen vergeben können. Der Antragsteller hat die Möglichkeit ein paar Leistungen gefördert zu bekommen, die am Ende bei der Findung von Arbeit behilflich sein können. Gerade der AVGS (MAT) ist für viele Antragsteller interessant, da er bei Maßnahmeträgern Wirkung findet, also bei Beratungs- und Ausbildungsunternehmen.

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen AVGS. Den MPAV, der Gutschein, der dann die Kosten übernimmt, wenn private Arbeitsvermittler tätig werden. Den MAT, der dann Leistungen übernimmt, wenn die Betroffenen an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt herangeführt werden. Hier geht es darum, die Suche zu erleichtern oder spezielle Personengruppen gar in eine Selbstständigkeit zu führen oder dafür zu qualifizieren. Auch gibt es den MAG, dieser kommt nur dann zum Einsatz, wenn eine Beschäftigungsaufnahme stabilisiert werden soll. Von allen dreien hat er die geringste Bedeutung.

Beantragen kann den AVGS jeder Arbeitssuchende, Aufstocker, Nichtleistungsempfänger, Hochschulabsolvent und Arbeitnehmer, der kurz vor der Arbeitslosigkeit steht. Jedoch muss bedacht werden, dass ihn zwar jeder beantragen kann, aber nicht jeder bekommt. Es wird in erster Linie der Rechtsanspruch und die Ermessensleistung von der Arbeitsagentur überprüft. Grundsätzlich dürfen nach dem Rechtsanspruch alle ALGI-Empfänger nach einer 6-wöchigen Arbeitslosigkeit darauf hoffen.

Voraussetzungen zum Erhalt

Jeder Arbeitsuchende kann einen Antrag für den AVGS stellen. Grundsätzlich muss der Maßnahmeträger auch zugelassen sein. Außerdem ist es verpflichtend, dass die Maßnahme auf jeden Fall dazu dient eine neue berufliche Anstellung oder Selbstständigkeit zu bekommen und Hürden zu meistern oder gar zu beseitigen. Ob und welcher Träger für den AVGS genehmigt ist, kann man bei der zuständigen Arbeitsagentur erfragen.

Weiterer Verlauf nach Erhalt des Gutscheins

Sobald der AVGS genehmigt wurde, können Fördermaßnahmen in Anspruch genommen werden. Hier muss ein gewisser Zeitraum beachtet werden, denn der genehmigte AVGS ist in der Regel zwischen 3 und 6 Monate gültig. Doch auch hier handelt es sich wieder um eine Ermessenssache. Deshalb sollte man sich schon zeitig Gedanken machen, was man mit dem AVGS fördern möchte. Dies können Weiterbildungskurse aber auch Bewerbungscoachings sein. Wichtig ist nur zu wissen, dass nur ein Aktivierungsgutschein genutzt werden kann. Das bedeutet, man kann auch nur einen Kurs besuchen. Falls Interesse daran besteht noch einen weiteren Kurs zu machen, so könnte hierfür eine zweite Maßnahme beantragt werden. Jedoch muss auch diese Maßnahme die Beschäftigungschance erhöhen.

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